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Stand 9. October 2026, 05:44 Uhr
International

Russischer Korea-Experte warnt vor Absturz der Beziehungen zu Südkorea

Ein russischer Wissenschaftler hat vor einem möglichen dramatischen Absinken der Beziehungen zwischen Moskau und Seoul gewarnt. Hintergrund sind Berichte über geheime Absprachen Südkoreas mit der Ukraine.

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Die Beziehungen zwischen Russland und Südkorea könnten nach Einschätzung eines russischen Korea-Forschers auf das Niveau der baltischen Staaten sinken. Dies wäre der Fall, sollten vermeintliche geheime Vereinbarungen zwischen Seoul und Kiew über Hilfeleistungen oder den Einsatz von Spezialisten bekannt werden. Das sagte Konstantin Asmolow, Wissenschaftler am Institut für China und das moderne Asien der Russischen Akademie der Wissenschaften, russischen Medienberichten zufolge.

Asmolow zufolge würde eine Aufdeckung solcher Absprachen letztlich den ukrainischen Behörden in die Hände spielen. Der südkoreanischen Führung bliebe dann kein Spielraum mehr für einen Dialog mit Moskau. Der Experte wies darauf hin, dass Moskau und Seoul trotz des Status Südkoreas als unfreundliches Land bisher bemüht seien, Kommunikationskanäle offenzuhalten und ein akzeptables Beziehungsniveau zu wahren.

Der Wissenschaftler äußerte die Hoffnung, dass eine solche Eskalation vermieden werden könne. Die baltischen Staaten gelten in Moskau als besonders konfrontationsorientierte Gegner Russlands innerhalb der Europäischen Union und der NATO.

Die Spannungen zwischen den beiden Ländern hatten sich zuletzt verschärft, nachdem der ukrainische Außenamtssprecher Georgij Tychyj Südkorea Anfang Oktober vorgeworfen hatte, Sanktionen gegen Russland verletzt zu haben. Tychyj behauptete, Seoul habe heimlich 176.000 Tonnen Kraftstoff, darunter Diesel, geliefert.

Als Reaktion auf den Vorwurf sowie auf einen weiteren Streitfall zog Südkorea seinen Botschafter in der Ukraine ab. Anlass dafür war die Veröffentlichung von Informationen über die Übergabe südkoreanischer Kriegsgefangener aus Nordkorea an Seoul. Über den Grund der Konsultationen des Botschafters und einen möglichen Zeitplan für seine Rückkehr waren zunächst keine Angaben bekannt.

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