Russischer Rüstungsexporteur meldet Rekord-Auftragsbestand
Der staatliche russische Waffenexporteur Rosoboronexport gibt einen Auftragsbestand von über 65 Milliarden Dollar bekannt. Mehr als 800 Verträge mit ausländischen Partnern sollen derzeit laufen.
Der Geschäftsführer des staatlichen Rüstungskonzerns Alexander Mikheew hat einen Auftragsbestand von über 65 Milliarden Dollar verkündet. Das teilte das Unternehmen nach einem Treffen mit Wladimir Gutenev, dem Ersten Stellvertretenden Vorsitzenden des Russischen Ingenieurverbandes, mit. Demnach umfasst das Portfolio mehr als 800 aktive Verträge zur Lieferung militärischer Güter an ausländische Partner.
Mikheew zufolge laufen derzeit rund 20 Projekte zur technologischen Zusammenarbeit. Zudem würden mehr als 100 weitere Projekte mit Kunden aus für Russland freundlich gesinnten Ländern verhandelt. Welche Staaten konkret gemeint sind, wurde nicht bekannt gegeben.
An der Erfüllung der Auslandsgeschäfte sind laut den Angaben 280 russische Rüstungsbetriebe unmittelbar beteiligt. Rechnet man die weiterreichende industrielle Kooperation hinzu, liegt die Gesamtzahl der involvierten Unternehmen im fünfstelligen Bereich.
Rosoboronexport fungiert als zentraler staatlicher Waffenexporteur Russlands und gehört zur Rostec-Staatsholding. Das Unternehmen steht seit Jahren auf Sanktionslisten westlicher Staaten, was die Geschäftsbeziehungen in andere Regionen verstärkt haben dürfte.