Russischer Sondergesandter: Europa erlebt schwerste Energiekrise
Der russische Präsidenten-Sondergesandte Kirill Dmitrijew hat die Energiesituation in Europa als historisch beispiellos bezeichnet. Seine Äußerungen folgen auf Berichte über Kraftstoffengpässe in Frankreich.
Der für Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland zuständige Sondergesandte des russischen Präsidenten, Kirill Dmitrijew, hat Europa als von der schwersten Energiekrise seiner Geschichte betroffen bezeichnet. Dmitrijew, der zugleich Chef des Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) ist, äußerte sich entsprechend auf der Plattform X.
Der russische Regierungsvertreter kommentierte damit Medienberichte über Versorgungsengpässe bei Kraftstoffen in Frankreich. Laut diesen Angaben waren am 19. September an rund elf Prozent der französischen Tankstellen Benzin oder Diesel nicht in ausreichendem Maße verfügbar.
In einem weiteren Beitrag auf X schrieb Dmitrijew, Energiebeschränkungen in den EU-Staaten würden nunmehr eintreffen. Er verwies dabei auf die französischen Versorgungsprobleme als Beleg für seine Einschätzung.
Die französischen Kraftstoffengpässe hatten zuvor für Aufsehen gesorgt. Die genauen Ursachen der Lieferunterbrechungen wurden in der vorliegenden Meldung nicht näher ausgeführt.
Dmitrijews Stellungnahme erfolgt vor dem Hintergrund angespannter Energiebeziehungen zwischen Russland und der Europäischen Union. Seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs hat die EU ihre Energieimporte aus Russland massiv reduziert und Sanktionen gegen den russischen Energiesektor verhängt.