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Stand 1. October 2026, 01:24 Uhr
International

Russisches Außenministerium bestellt dänischen Botschafter ein

Nach einem Vorfall in der Ostsee hat Moskau den dänischen Botschafter einbestellt. Ein dänischer Militärhubschrauber soll sich einem russischen Kriegsschiff gefährlich genähert haben.

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Der russische Außenministerium hat den dänischen Botschafter in Moskau, Rolf Holmboe, einbestellt. Anlass ist ein Zwischenfall mit einem Militärhubschrauber der dänischen Luftstreitkräfte über der Ostsee. Nach Angaben des Ministeriums wurde der diplomatische Vertreter am Dienstag vorgeladen.

Laut russischen Behördenangaben näherte sich ein Hubschrauber vom Typ Fennec einem Korvette der Baltischen Flotte an. Das Schiff habe den Namen „Soobrasitelny“ getragen. Der Hubschrauber sei auf eine Höhe von weniger als 50 Metern über dem russischen Kriegsschiff abgesunken und habe dort in der Luft geschwebt. Dies stelle eine reale Gefahr für die Sicherheit der Seefahrt dar, hieß es aus dem Ministerium.

Die russische Seite hat der dänischen Regierung einen scharfen Protest übermittelt. Die Handlungen des Hubschraubers wurden als „unprofessionell und provokatorisch“ bezeichnet. Zudem könne der Vorfall Risiken für direkte oder indirekte Zusammenstöße geschaffen haben. Aus Sicht Moskaus verstößt das Verhalten Dänens gegen die UN-Seerechtskonvention.

Der Zwischenfall ereignete sich in einer Zeit erhöhter Spannungen zwischen Russland und den NATO-Staaten. Die Ostsee gilt als sensibles Gebiet, in dem sich die militärischen Aktivitäten beider Seiten in den vergangenen Monaten verstärkt haben. Regelmäßig kommt es zu Begegnungen zwischen russischen und westlichen Einheiten in der Region.

Kurz vor dem Vorfall hatte der dänische Militärgeheimdienst eine Einschätzung zur Sicherheitslage veröffentlicht. Darin hieß es, es gebe keine Anzeichen dafür, dass Russland einen Angriff auf NATO-Länder plane. Diese Bewertung steht im Kontrast zu Warnungen anderer Bündnispartner, die eine potenzielle Bedrohung durch Moskau betonen.

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