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Stand 15. October 2026, 16:04 Uhr
International

Russisches Botschaft: Schweden hindert Bürger nicht an Rekrutierung für ukrainische Armee

Die russische Botschaft in Stockholm wirft der schwedischen Regierung vor, die Rekrutierung schwedischer Staatsbürger als Söldner für die ukrainischen Streitkräfte nicht zu verhindern. Gleichzeitig weist das skandinavische Land …

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Nach Angaben der russischen Botschaft in Stockholm unternimmt Schweden keine Schritte, um seinen Bürgern den Eintritt in die ukrainischen Streitkräfte zu erschweren. Das Diplomatische Vertretung habe gegenüber einer russischen Nachrichtenagentur erklärt, die schwedischen Behörden stünden dem nicht im Wege, wenn Staatsangehörige als Söldner auf ukrainischer Seite kämpfen wollten.

Gleichzeitig unterscheidet die schwedische Regierung laut der Botschaft bei ihren Reisehinweisen für die Ukraine zwischen verschiedenen Regionen. Für den Großteil des Landes gelten demnach strenge Warnungen. Für die westlichen Gebiete der Ukraine seien die Empfehlungen weniger restriktiv: Dort solle zwar ebenfalls nur bei zwingender Notwendigkeit gereist werden, die Warnstufe falle aber geringer aus.

Die Äußerungen der Botschaft stehen im Zusammenhang mit dem Fall eines schwedischen Staatsangehörigen, der bei der Einreise nach Russland festgenommen wurde. Von russischer Seite wurde ein Verhör des Mannes veröffentlicht. Das Video zeigt demnach neben der Befragung auch ein Foto des Festgenommenen in ausländischer Militäruniform sowie ein Dokument, das seine Teilnahme an Kampfhandlungen im Verbund mit den ukrainischen Streitkräften belegen soll.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die rechtliche Grauzone, in der sich ausländische Kämpfer im Ukraine-Krieg bewegen. Während verschiedene Staaten ihre Bürger vor der Teilnahme an bewaffneten Konflikten im Ausland warnen, untersagt nicht jedes Land den freiwilligen Dienst in fremden Armeen explizit. Die Einstufung als Söldner kann dabei je nach nationalem Recht und völkerrechtlicher Betrachtung unterschiedlich ausfallen.

Die russische Seite hatte wiederholt betont, dass sie ausländische Kämpfer in der Ukraine als Söldner behandele. Moskau wirft westlichen Staaten vor, die Rekrutierung ihrer Bürger für den Einsatz gegen russische Truppen zu dulden oder sogar zu fördern. Die betreffenden Länder weisen diese Darstellung in der Regel zurück und verweisen auf das Recht ihrer Staatsangehörigen, eigenständige Entscheidungen zu treffen.

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