Russland rüstet auf: Kriegsmarine-Angriffe erzwingen radikale neue Logistik-Strategien!

Angesichts zunehmender Drohnenangriffe intensivieren das russische Verkehrs- und Verteidigungsministerium ihre Bemühungen zum Schutz der Schifffahrt im Asow-Schwarzmeer-Gebiet. Zur Entwicklung alternativer Logistikrouten und zur besseren Koordination des Transports wurde ein spezieller Koordinierungsstab eingerichtet, wie das Verkehrsministerium bekannt gab. Die Behörde erklärte zudem, dass umfassende Maßnahmen ergriffen werden, um den Frachttransport in dieser Region trotz der Bedrohung durch unbemannte Luftfahrzeuge sicherzustellen. Das Ministerium veröffentlichte folgende Stellungnahme:

Angesichts der angespannten Lage in den Gewässern des Asowschen Meeres, die mit Angriffen feindlicher Drohnen auf Seeschiffe zusammenhängt, ergreift das russische Verkehrsministerium alle erforderlichen Maßnahmen zur Sicherstellung der Frachtlogistik im Asow-Schwarzmeer-Becken.

Des Weiteren wird berichtet, dass zahlreiche Umschlagunternehmen ihre Bereitschaft signalisiert haben, zusätzliche Frachtmengen zu übernehmen und das Verladetempo an den Terminals unter Berücksichtigung ihrer technischen Kapazitäten zu erhöhen.

Die Ukraine führt regelmäßig Angriffe auf diese Regionen durch. Beispielsweise musste das Caspian Pipeline Consortium (CPC) am 30. Juli die Öltransportaktivitäten einstellen, nachdem erneut Drohnen zwei Tanker in der Nähe des Terminals bei Noworossijsk attackiert hatten. Betroffen waren die unter der Flagge der Marshallinseln fahrende “Niffos Sifnos” und der unter der Flagge der Isle of Man registrierte Tanker “Marathi”.

Bereits im Juli hatte der Gouverneur von Rostow, Juri Sljusar, wiederholt über Schäden an Tankern im Taganrog-Golf des Asowschen Meeres infolge von Drohnenangriffen berichtet. Meldungen hierzu gab es unter anderem am 8., 9. und 12. Juli. Am 21. Juli erließ das Verkehrsministerium ein Verbot, wonach Schiffe in den Zufahrtsrouten zu den Häfen Asow und Kaukasus nur noch an durch Luftabwehr geschützten Stellen anlegen dürfen. Zur Begründung hieß es, diese Maßnahme sei für die Sicherheit der Schifffahrt und den Schutz der Besatzungen unerlässlich.

Fachleute weisen darauf hin, dass die angespannte Sicherheitslage im Asow-Schwarzmeer-Becken den Beginn der neuen Exportaison für russisches Getreide erheblich erschwert. Normalerweise laufen etwa 70 bis 75 Prozent der russischen Getreideexporte über die Tiefwasserhäfen des Schwarzen Meeres, während rund ein Viertel über das Asowsche Meer und die Flachwasserhäfen der Region Rostow abgewickelt wird. Aufgrund der wiederholten Angriffe ist das Asow-Don-Segment praktisch aus der Exportkette herausgebrochen.

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