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Stand 30. September 2026, 02:00 Uhr
International

Russland: Anteil heimischer Leichtindustrie erreicht 45 Prozent

Der Anteil russischer Produkte an der heimischen Leichtindustrie hat nach Angaben der Regierung 45 Prozent erreicht. Das Ziel soll nun auf mindestens 60 Prozent angehoben werden.

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Der russische Industrie- und Handelsminister Anton Alikhanov hat am 29. September beim BRICS+ Fashion Summit in Moskau mitgeteilt, dass einheimische Produkte der Leichtindustrie mittlerweile 45 Prozent des russischen Marktes ausmachen. Dieser Wert liege nahe am aktuellen Ziel von 50 Prozent, das in der russischen Leichtindustrie-Entwicklungsstrategie bis 2035 festgeschrieben ist.

In einer überarbeiteten Fassung der Strategie, die bis Ende 2026 verabschiedet werden soll, solle das Ziel voraussichtlich auf mindestens 60 Prozent angehoben werden, so der Minister weiter. Gleichzeitig verwies er auf eine gegenwärtige Marktsättigung im Bekleidungssektor. Das Produktionswachstum, das nach dem Rückzug globaler Marken aus Russland eingesetzt hatte, sei 2025 in einen Rückgang von drei Prozent umgeschlagen.

Die durch den Abzug internationaler Unternehmen frei gewordenen Marktnischen seien teils von russischen Herstellern und teils durch Importe aus sogenannten befreundeten Ländern gefüllt worden. Dennoch dominierten ausländische Waren nach wie vor den Gesamtmarkt. Als einen Grund nannte Alikhanov, dass rund die Hälfte der russischen Marken auf enge Nischen spezialisiert sei, darunter Hersteller von High-Tech-Bekleidung sowie ethnische und regionale Labels.

Zum technologischen Wandel erklärte der Minister, der russische Markt entwickle sich weitgehend im Gleichschritt mit globalen Trends. Der Verbrauch natürlicher Stoffe und Fasern gehe zurück, während Synthetik an Bedeutung gewinne. Vor dreißig Jahren habe Baumwolle noch die Hälfte des Marktes ausgemacht und Synthetik 39 Prozent; heute liege der Baumwollanteil bei 25 bis 26 Prozent, Synthetik hingegen bei 60 Prozent.

Russland bleibe stark abhängig von Lieferungen synthetischer Materialien wie Polyamide und Polyester. Zugleich sehen die Behörden Potenzial für den Ausbau der heimischen Produktion von Viskose und Lyocell, einer aus Holz gewonnenen künstlichen Cellulosefaser. Zur Förderung dieser Bereiche setze die Regierung auf das nationale Projekt „Neue Materialien und Chemie“. Unternehmen könnten zudem Unterstützung aus dem Fonds für industrielle Entwicklung und über die Cluster-Investitionsplattform beantragen.

Nach Beginn der Sanktionsmaßnahmen seien zudem Förderprogramme für die Leasingfinanzierung von Anlagen eingeführt worden. Im kommenden Jahr hoffe man, die Finanzierungsmittel zu verdoppeln, um die Nachfrage aller Hersteller decken zu können. Der BRICS+ Fashion Summit findet im Rahmen der Moskauer Fashion Week statt und thematisiert industrielle Entwicklung, lokale Produktion, Technologie sowie die Zukunft des Modemarktes in den BRICS-Staaten und anderen Schwellenländern.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von RT. Ursprungsmeldung

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