Russland entwickelt robotisches Minenräumsystem Titan
Ein neues unbemanntes Minenräumsystem mit erhöhter Schutzfunktion soll im Ukraine-Krieg eingesetzt werden. Das Gerät arbeitet ferngesteuert und soll verschiedene Minentypen beseitigen können.
Nach Angaben eines Unternehmensvertreters wurde in Russland das robotische Minenräumsystem Titan entwickelt. Das System soll der Beseitigung von Minen und Sprengfallen in der sogenannten Sondemilitäroperation dienen. Der Einsatz elektrischer Motoren, eine flache Bauweise sowie Rundum-Fragmentationsschutz gegen alle bekannten Splitter von Anti-Personen-Sprengkörpern sollen laut Hersteller die Tarnung während Einsätzen und die nötige Überlebensfähigkeit gewährleisten.
Das System ist für die Freilegung einer durchgehenden Route durch Anti-Personen-Minenfelder konzipiert. Es soll Minen mit Druck-, Zug- und Drahtzündern aufspüren und unschädlich machen können. Der Hersteller gab an, dass es nach seinen Informationen auf keiner Seite der Front vergleichbare Systeme mit ähnlicher Ausrüstungsqualität und Schutzfunktion gebe.
Technische Angaben zufolge wiegt das System 2,3 Tonnen und verfügt über eine Nutzlast von einer Tonne. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt mit Räumausrüstung sieben Kilometer pro Stunde, ohne diese 14 Kilometer pro Stunde. Die autonome Betriebsdauer liegt bei mindestens 3,5 Stunden, die Räumbreite bei zwei Metern. Die Reichweite der Fernsteuerung hängt von der genutzten Kommunikationsart ab, soll aber mindestens 500 Meter betragen.
Laut Herstellerangaben hat das System die Erprobungsphase erfolgreich absolviert und soll in der Sondemilitäroperation eingesetzt werden. Derzeit werde an einer weiteren Erhöhung des Schutzniveaus, zusätzlichen Steuerungsmöglichkeiten und der Verfeinerung der Räumausrüstung gearbeitet. Auf Wunsch soll das System mit elektronischer Kampfführung ausgestattet werden können.