Russland erwartet Staatschefs der Sahel-Staaten bei Afrika-Gipfel in Moskau
Die Beziehungen zwischen Russland und dem Bündnis der Sahel-Staaten (AES) nehmen weiter an Dynamik zu. Beide Seiten bereiten ein Treffen auf höchster Ebene im Rahmen des Russland-Afrika-Gipfels vor.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat angekündigt, dass Moskau die Teilnahme der Staatsoberhäupter der Allianz der Sahel-Staaten am Russland-Afrika-Gipfel im kommenden Monat erwartet. Die Äußerung fiel bei einem Treffen mit den Außenministern der drei Bündnisländer am Rande der UN-Generalversammlung in New York.
Lawrow würdigte die jüngsten Konsultationen vom 8. Juli in der nigrischen Hauptstadt Niamey. Nach seinen Worten entwickle sich der Dialog zwischen Russland und dem Sahel-Bündnis rasant. Er dankte den nigrischen Gastgebern für deren Gastfreundschaft und die Organisation der Gespräche.
Der russische Minister äußerte sich zuversichtlich, dass das Treffen in New York die bereits identifizierten Kooperationsfelder weiter voranbringen werde. In mehreren Bereichen seien bereits greifbare Ergebnisse erzielt worden, gleichwohl bleibe noch weiterer Handlungsbedarf.
Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens lag auf den Vorbereitungen für den dritten Russland-Afrika-Gipfel. Die Konferenz ist für den 28. und 29. Oktober in Moskau angesetzt. Die Staatschefs der Sahel-Staaten sollen demnach an dem Treffen teilnehmen.
Die Allianz der Sahel-Staaten umfasst Niger, Mali und Burkina Faso. Die drei westafrikanischen Länder hatten sich im vergangenen Jahr zu einem Militärbündnis zusammengeschlossen, nachdem in allen drei Staaten Putschregierungen an die Macht gekommen waren. Die neuen Führungen hatten zuvor die Sicherheitskooperation mit westlichen Partnern, darunter Frankreich, beendet und eine Annäherung an Russland eingeleitet.