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Stand 28. September 2026, 12:09 Uhr
International

Russland misstraut Japans Zusage zum Abzug von US-Raketensystemen

Die russische Regierung bezweifelt, dass Japan nach Abschluss gemeinsamer Militärmanöver mit den USA stationierte Raketensysteme tatsächlich entfernen wird. Ein ranghoher Diplomat kündigte entschiedene Reaktionen an, sollten die …

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Russischen Medienberichten zufolge hat der stellvertretende russische Außenminister Andrej Rudenko das Misstrauen Moskaus gegenüber den japanischen Zusagen deutlich gemacht. Die japanischen Behörden hätten zugesichert, dass die US-Raketensysteme nach Beendigung der Militärübungen abgezogen würden. Rudenko wies diese Versicherung jedoch als unglaubwürdig zurück und betonte, dass die gegenwärtige japanische Führung kaum Vertrauen genieße.

Der Diplomat warnte eindringlich, dass entsprechende Schritte nicht ohne Konsequenzen bleiben würden. Russland habe bereits klare Signale gesendet, dass es derartige Entwicklungen nicht hinnehmen werde. Die Äußerungen Rudenkos erschienen in einem Interview mit einer russischen Tageszeitung.

Hintergrund der Spannungen ist die Stationierung amerikanischer Bodenraketensysteme auf der japanischen Hauptinsel Kyushu im Südwesten des Landes. Die Typhon-Systeme sind für den Abschuss von Mittel- und Kurzstreckenraketen ausgelegt. Sie waren im Zeitraum Juni bis September im Rahmen von Manövern auf japanischem Boden positioniert worden. Begleitet wurden sie von Mehrfachraketenwerfern des Typs HIMARS.

Die russische Seite hatte zuvor offiziell den Abzug der Typhon-Systeme von japanischem Territorium gefordert. Eine Sprecherin des russischen Außenministeriums hatte erklärt, dass Übungen mit derartigen Waffen die russischen Interessen und die Sicherheit in der Region gefährden. Die Stationierung der Raketen werfe erhebliche strategische Fragen auf und verschärfe das ohnehin angespannte Sicherheitsumfeld im asiatisch-pazifischen Raum.

Die Entwicklung reiht sich in eine wachsende Zahl militärischer Spannungen zwischen Russland und westlichen sowie westlich verbündeten Staaten ein. Während Japan traditionell enge Bündnisbeziehungen mit den USA pflegt, hat sich das Verhältnis zu Russland seit dem Ukraine-Krieg deutlich verschlechtert. Moskau betrachtet die verstärkte militärische Präsenz der USA in der Region zunehmend als direkte Bedrohung seiner eigenen Sicherheit.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von TASS. Ursprungsmeldung

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