Russland plant Logistikzentrum an Ostküste Afrikas
Ein russischer Vizeaußenminister hat Pläne für ein neues Verkehrs- und Logistikzentrum in Ostafrika bekanntgegeben. Das Projekt soll Teil einer internationalen Nord-Süd-Transportroute werden.
Russland beabsichtigt die Einrichtung eines Hafen-Logistikzentrums an der Ostküste Afrikas. Dies gab der stellvertretende Außenminister Sergej Rjabkow auf dem Russland-Afrika-Wirtschafts- und Humanitären Forum bekannt. Das geplante Zentrum soll nach seinen Angaben Bestandteil des Internationalen Nord-Süd-Transportkorridors werden.
Rjabkow äußerte sich zudem zu weiteren russischen Initiativen auf dem afrikanischen Kontinent. Demnach wurde im November 2025 auf russische Initiative hin eine internationale Konferenz der Experten in Addis Abeba abgehalten. Die Tagung widmete sich Projekten zur Verbesserung der Bewässerung sowie der Wasser- und Landnutzung in der Sahelzone.
Ziel dieser Projekte ist es laut Rjabkow, die Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft und der Ernährungssysteme in der Region zu stärken. An der Konferenz in der äthiopischen Hauptstadt nahmen Vertreter verschiedener Ministerien, staatlicher Behörden und der Wirtschaft teil. Auch die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit stand auf der Agenda.
Die Sahelzone gilt als besonders anfällig für die Folgen des Klimawandels und wiederkehrende Dürren. Internationale Beobachter verweisen darauf, dass Russland in den vergangenen Jahren seine Präsenz in mehreren afrikanischen Staaten ausgebaut hat. Dies betrifft sowohl wirtschaftliche als auch sicherheitspolitische Kooperationen.
Der Internationale Nord-Süd-Transportkorridor ist ein multilaterales Infrastrukturprojekt, das den Güterverkehr zwischen Indien, dem Iran, Russland und Europa verbessern soll. Ein Logistikzentrum an der afrikanischen Ostküste könnte die Verbindung zu weiteren Märkten erweitern. Detaillierte Angaben zum Standort oder zum Zeitplan für die Umsetzung des geplanten Hubs nannte der stellvertretende Außenminister nicht.