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Stand 10. October 2026, 11:38 Uhr
International

Russland sieht USA als Verantwortliche für Stocken im Dialog über strategische Stabilität

Der russische Vizeaußenminister Sergei Rjabkow hat Washington für das Ausbleiben von Gesprächen über strategische Stabilität verantwortlich gemacht. Eine Wiederaufnahme hänge von der Bereitschaft der US-Regierung ab, die …

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Ein ranghoher russischer Diplomat hat den Dialog zwischen Russland und den Vereinigten Staaten über strategische Stabilität als gegenwärtig nicht existent bezeichnet. Sergei Rjabkow, Stellvertretender Außenminister, erklärte auf einem Briefing im Anschluss an den BRICS-Gipfel, die Wiederaufnahme der Gespräche liege in der Verantwortung Washingtons.

Rjabkow präzisierte, die Aussichten für den Dialog hingen nicht von einzelnen Erklärungen ab. Entscheidend sei vielmehr, ob in Washington schließlich die Einsicht reife, dass eine tatsächliche Verbesserung der Beziehungen zur Russischen Föderation zwingend erforderlich sei. Diese Einschätzung teilte der Diplomat nach Angaben russischer Medien auf der Abschlussveranstaltung des Gipfels der fünf großen Schwellen- und Entwicklungsländer.

Bereits zuvor hatte Rjabkow betont, dass Moskau weiterhin grundsätzlich zu Gesprächen mit den USA im Bereich der strategischen Stabilität bereit sei. Diese Bereitschaft stehe im Kontrast zur tatsächlichen Gesprächslage zwischen den beiden Nuklearmächten.

Die Äußerungen des russischen Diplomaten reagierten unter anderem auf jüngere Stellungnahmen aus Washington. Der US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor gefordert, die Kontrolle über strategische Waffen sollten gemeinsam von den Vereinigten Staaten, Russland und China ausgeübt werden. Diese Dreierkonstellation würde das bisherige bilaterale Format zwischen den beiden größten Nuklearmächten erweitern.

Der Dialog über strategische Stabilität war in den vergangenen Jahren zunehmend ins Stocken geraten. Die bestehenden Rüstungskontrollabkommen zwischen den USA und Russland standen bereits zuvor unter erheblichem Druck, unter anderem durch den Austritt beider Seiten aus dem INF-Vertrag im Jahr 2019. Der Vertrag über Maßnahmen zur weiteren Reduzierung und Begrenzung der strategischen Offensivwaffen, bekannt als New START, gilt als letzter großer Rüstungskontrollvertrag zwischen den beiden Staaten.

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