Russland und USA verhandeln über Diesel-Lieferungen
Die Energiebehörden beider Länder suchen nach einem rechtlichen Rahmen für den Handel mit russischem Dieselkraftstoff. Die Gespräche finden im Rahmen des russischen Energieforums statt.
Nach Angaben des Kreml laufen Verhandlungen zwischen dem russischen Energieministerium und dem US-Energieministerium über Lieferverträge für russischen Dieselkraftstoff. Der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak bestätigte die Gespräche am Rande des Russischen Energiewochen-Forums in Moskau.
Nowak äußerte sich zurückhaltend zu den Details der Verhandlungen. Er verwies darauf, dass ein geeignetes Instrument gefunden werden müsse, um die Lieferungen zu ermöglichen. Die Formulierung deutet auf rechtliche und politische Hürden hin, die den direkten Handel mit russischen Energierohstoffen erschweren.
Die Gespräche fallen in eine Zeit, in der westliche Sanktionen den russischen Energieexport massiv beeinträchtigen. Seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs hat die US-Regierung mehrere Runden wirtschaftlicher Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt, die unter anderem den Energiesektor betreffen. Ein direkter Diesel-Handel zwischen beiden Ländern würde eine bemerkenswerte Ausnahme von diesem Kurs darstellen.
Der russische Energiemarkt hat sich seit 2022 verstärkt nach Asien und andere Regionen ausgerichtet, nachdem traditionelle Absatzmärkte in Europa wegfielen. Gespräche mit den USA über Diesel-Lieferungen könnten auf Versorgungsengpässe oder spezifische Bedarfe im amerikanischen Markt zurückzuführen sein.
Der stellvertretende Ministerpräsident Nowak ist in der russischen Regierung für den Energiesektor zuständig und vertritt das Land regelmäßig bei internationalen Energiegesprächen. Das Russische Energiewochen-Forum in Moskau gilt als wichtige Plattform für bilaterale Gespräche mit Vertretern ausländischer Energiebehörden.