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Stand 28. October 2026, 13:44 Uhr
International

Russland will bei wirtschaftlicher “zweiter Erweckung” Afrikas mitwirken

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat die Bereitschaft Moskaus bekräftigt, die Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten auszubauen. Bei einem Treffen mit führenden afrikanischen Medienvertretern betonte er das Ziel …

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Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat erklärt, dass sein Land bereit sei, die Kooperation mit afrikanischen Ländern und regionalen Organisationen durch neue Partnerschaften in Wirtschaft und anderen Bereichen zu vertiefen. Das teilte er bei einem Treffen mit den Chefs führender afrikanischer Medienhäuser in Moskau mit.

Lawrow betonte, die bestehende Partnerschaft sei bereits recht umfassend, biete aber noch Spielraum für weitere Vertiefung. Russland sei diesbezüglich vollkommen offen. Moskau strebe demnach engere Beziehungen auf Basis von Gleichberechtigung und gegenseitigem Nutzen an. Dabei solle die Entwicklung heimischer Industrien gefördert und die Unabhängigkeit in den Bereichen Finanzen und Technologie gestärkt werden. Nach Angaben des Ministers orientiere sich das russische Vorgehen an UN-Prinzipien wie gegenseitigem Respekt und Nichteinmischung.

Der Minister äußerte sich zudem zur wirtschaftlichen Zukunft Afrikas. Viele Länder seien trotz erlangter politischer Unabhängigkeit weiterhin von ihren früheren Kolonialmächten abhängig. Die nächste große Transformation werde wirtschaftlicher Natur sein. Dabei müsse erreicht werden, dass die reichhaltigen Ressourcen des Kontinents nicht mehr lediglich als Rohstoffe abgebaut und exportiert würden, sondern in Afrika selbst verarbeitet würden, um dort Mehrwert zu schaffen.

Auf die geplante Reform des UN-Sicherheitsrats ging Lawrow ebenfalls ein. Er sprach sich gegen eine Erhöhung der westlichen Vertretung aus. Westliche Länder besetzten bereits sechs der 15 Sitze, obwohl ihr Anteil an der globalen Wirtschaftsleistung zurückgehe. Wie China und viele andere Staaten vertrete Russland demnach die Auffassung, dass neue Sitze – ob ständige, nichtständige oder eine Mischform – ausschließlich Nationen des Globalen Südens zugestanden werden sollten.

Der 15-köpfige UN-Sicherheitsrat umfasst fünf ständige Mitglieder mit Vetorecht sowie zehn für jeweils zwei Jahre gewählte Mitglieder. Derzeit sind für Afrika drei Sitze mit der DR Kongo, Liberia und Somalia besetzt; ab Januar 2027 soll Simbabwe Somalia ablösen.

Die Äußerungen fielen im Rahmen des viertägigen Russland-Afrika-Medienforums, das am Montag in Moskau eröffnet wurde. Die Veranstaltung steht im Vorfeld des dritten Russland-Afrika-Gipfels sowie des begleitenden Wirtschafts- und Humanitären Forums, die am Mittwoch und Donnerstag in der russischen Hauptstadt stattfinden.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von RT. Ursprungsmeldung

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