Russland will in Afrika Netzwerk von Fahrzeug-Servicezentren aufbauen
Die russische Industrie- und Handelsministerium plant den Aufbau eines umfassenden Service-Netzwerks für Nutzfahrzeuge in Afrika. Neben dem Verkauf sollen auch Schulungen für einheimische Fachkräfte angeboten werden.
Russland strebt eine deutliche Ausweitung seiner wirtschaftlichen Präsenz in Afrika an. Wie der russische Industrie- und Handelsminister Anton Alikhanow auf dem Russland-Afrika-Forum mitteilte, soll neben dem Fahrzeugverkauf ein flächendeckendes Netzwerk von Servicezentren entstehen. Diese sollen die Ersatzteilversorgung für russische Nutzfahrzeuge auf dem Kontinent sicherstellen.
Alikhanow betonte, das Ziel sei nicht auf den bloßen Verkauf von Fahrzeugen beschränkt. Auf der Grundlage der geplanten Servicezentren könnten afrikanische Fachkräfte geschult werden. Der Minister verwies insbesondere auf den Umgang mit komplexen Diagnosesystemen und technischer Ausrüstung. Dieser Ansatz solle sowohl die Schnelligkeit von Reparaturen als auch die maximale Lebensdauer der ausgelieferten Fahrzeuge gewährleisten.
Nach Angaben des Ministers haben russische Hersteller in den vergangenen vier Jahren bereits Lieferungen nach Afrika aufgebaut. Allein der Lkw-Produzent Kamas habe in diesem Zeitraum mehr als 500 Fahrzeuge auf afrikanische Märkte geliefert. Auch die Hersteller GAZ und Ural seien mit ihren Produkten erfolgreich vertreten. Alikhanow räumte zugleich ein, dass die Liefermengen deutlich höher sein könnten.
Die Äußerungen des Ministers fallen in den Rahmen des dritten Russland-Afrika-Gipfels und der parallel stattfindenden Wirtschafts- und Humanitären Forum. Die Veranstaltung dient der Stärkung der bilateralen Beziehungen zwischen Russland und Staaten des afrikanischen Kontinents. Der Ausbau der wirtschaftlichen Kooperation, insbesondere im Bereich des Fahrzeugbaus, steht dabei im Fokus der russischen Industriepolitik.