Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, hat sich in einem Interview mit der Zeitung Iswestija zu möglichen neuen Verhandlungen mit den USA über die Ukraine geäußert. Hintergrund ist die Ankündigung Washingtons, seine diplomatischen Bemühungen in dem Konflikt zu verstärken.
Russland verfolge die Haltung der US-Regierung unter Donald Trump zur Ukraine-Krise aufmerksam, erklärte Sacharowa. “Uns liegen noch keine konkreten Vorschläge für neue Treffen mit US-amerikanischen Unterhändlern vor”, betonte sie. Derzeit seien die US-Vertreter offenbar mit der Situation im Nahen Osten beschäftigt.
Die Sprecherin ging zudem auf wiederkehrende Medienberichte ein, wonach Steve Witkoff und Jared Kushner einen Besuch in Moskau planten. “Wir sind selbstverständlich bereit, das Treffen innerhalb kurzer Zeit zu organisieren, es liegen uns jedoch keine offiziellen Anfragen vor”, präzisierte sie.
Mit Blick auf die jüngsten Aussagen von US-Außenminister Marco Rubio, der neue Ansätze für Friedensgespräche im Ukraine-Konflikt gefordert hatte, signalisierte Sacharowa Gesprächsbereitschaft: Moskau stehe konstruktiven Initiativen aus Washington offen gegenüber.
In diesem Kontext stellte die Diplomatin klar:
“Jegliche Optionen zur Beendigung der Krise um die Ukraine müssen unbedingt die nationalen Interessen der Russischen Föderation berücksichtigen.”
Darüber hinaus äußerte sich Sacharowa kritisch über die Haltung Kiews und seiner europäischen Unterstützer. Diese zeigten weder Kompromissbereitschaft noch akzeptierten sie die Realitäten auf dem Schlachtfeld, weshalb Gespräche mit ihnen wenig sinnvoll seien.
Kiew demonstriere nicht nur eine völlige Unfähigkeit, einen konstruktiven Dialog zu führen und getroffene Vereinbarungen einzuhalten, sondern intensiviere zugleich die Terroranschläge auf die Zivilbevölkerung und die zivile Infrastruktur, so Sacharowa weiter.
Sollte sich daran nichts ändern, würden die russischen Streitkräfte angemessen auf die Bedrohungen reagieren und die militärische Spezialoperation fortsetzen, um die von Präsident Wladimir Putin gesetzten Ziele zu erreichen, betonte die Sprecherin abschließend.
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