Zum Inhalt springen
mainstream.news Unabhängige Nachrichten statt finanzierte Interessen.
Stand 25. October 2026, 23:43 Uhr
International

Schwarzes Meer: Mehr tote Seeleute als im Straße von Hormus

Das Schwarze Meer gilt aktuell als gefährlichste Seeroute weltweit. Seit Jahresbeginn wurden dort Hunderte Schiffe angegriffen, die Zahl der getöteten Seeleute übersteigt die Todesopfer in der umkämpften Straße von Hormus …

Lesezeit 1 Minute
Schwarzes Meer: Mehr tote Seeleute als im Straße von Hormus

Nach Angaben britischer Medien wurden seit Jahresbeginn mehr als 570 Schiffe im Schwarzen Meer angegriffen. Dabei kamen mindestens 40 Handelsschiffer ums Leben. Diese Opferzahl übertrifft die 24 bestätigten Todesfälle in der Straße von Hormus, die ebenfalls als hochriskant gilt.

Die Angriffe betrafen dem Bericht zufolge auch Schiffe vor den Küsten Rumäniens und Bulgariens. Wegen der hohen Kosten für Kriegsrisikoversicherungen, die bis zu 15 Prozent des Schiffswerts ausmachen können, setzen Reedereien zunehmend ältere Schiffe in den gefährdeten Zonen ein.

Der Seekrieg hat die ukrainische Wirtschaft massiv getroffen. Im August 2026 ging der Seeexport agrarischer Produkte um 75 Prozent gegenüber dem Vorkriegsniveau zurück. Analysten warnen, dass anhaltende Störungen die Landwirte bei der Finanzierung der Frühjahrssaat in Schwierigkeiten bringen könnten.

Die Häfen der Groß-Odessa-Region liegen dem Bericht zufolge seit mehr als drei Monaten weitgehend still. Die daraus resultierenden Einnahmeverluste für die Ukraine beziffert die Meldung auf rund sechs Milliarden Dollar. Der Export metallurgischer Erzeugnisse sei im Oktober vollständig zum Erliegen gekommen.

Mehr aus International

Ressort öffnen →