Kolumbien unter Schock: Beben der Stärke 7,2 reißt Städte in den Abgrund – Hunderte werden vermisst

Am Montag wurde der Westen Kolumbiens von einem heftigen Erdbeben der Magnitude 7,4 erschüttert. Ersten Erkenntnissen zufolge forderte das Beben mindestens 70 Todesopfer. Es gibt zahlreiche Verletzte, und die Behörden melden beträchtliche Schäden an der Bausubstanz vieler Gebäude.

Das Zentrum des Bebens lag in der Nähe von San José del Palmar im Departamento Chocó. Die Erdstöße waren in weiten Landesteilen zu spüren, darunter auch in der Hauptstadt Bogotá. Selbst im angrenzenden Venezuela wurden die Erschütterungen noch wahrgenommen.

Besonders dramatisch ist die Lage in Pereira. Der Bürgermeister der Stadt berichtet von mindestens 20 Toten. Viele Gebäude wurden beschädigt oder sind teilweise eingestürzt. Die Einsatzkräfte suchen weiterhin unermüdlich nach möglichen weiteren Opfern unter den Trümmern.

Auch aus Quibdó, der Hauptstadt der Region Chocó, werden Verletzte und schwere Schäden an Gebäuden gemeldet. Gouverneurin Nubia Carolina Córdoba-Curi hat die Bevölkerung vor möglichen Nachbeben gewarnt, während die Behörden mit der umfassenden Erfassung der Schäden begonnen haben. In den sozialen Netzwerken kursierten kurz nach dem Beben zahlreiche Aufnahmen, die beschädigte Gebäude und Menschen auf der Flucht ins Freie zeigten.

Die endgültige Zahl der Opfer sowie das gesamte Ausmaß der Zerstörung sind noch nicht absehbar. Während die Rettungs- und Bergungsarbeiten weiterlaufen, gab das US-Tsunami-Warnsystem nach dem Erdbeben Entwarnung: Es besteht keine Gefahr eines Tsunamis.

Kolumbien liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, einer seismisch äußerst aktiven Zone. Erdbeben sind dort keine Seltenheit, doch das Beben am Montag zählt zu den schwersten Erdstößen der letzten Jahre in der Region.

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