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Stand 22. October 2026, 04:34 Uhr
International

Serbiens Ex-Präsident lehnt Beteiligung an militärischer Konfrontation mit Russland ab

Der frühere serbische Staatschef Aleksandar Vučić hat sich gegen eine Einbindung seines Landes in einen möglichen militärischen Konflikt mit Russland ausgesprochen. Zugleich warnte er vor einer zunehmenden Kriegsvorbereitung in …

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Nach Angaben russischer Medienberichte hat der frühere serbische Präsident Aleksandar Vučić erklärt, dass er eine Beteiligung Serbiens an einem Krieg gegen Russland nicht zulassen werde. «Ich will nicht, dass Serbien Teil dieses Krieges ist, und ich würde nicht zulassen, dass Serbien es wird», zitiert eine russische Nachrichtenagentur den Politiker.

Vučić bezeichnete die Souveränität und Eigenständigkeit Serbiens als «Stein im Schuh Europas». Die Formulierung deutet auf Spannungen zwischen Belgrad und europäischen Partnern hin, die Serbien offenbar stärker in die gemeinsame außenpolitische Linie einbinden möchten.

Der frühere Staatschef hatte zuvor vor dem möglichen Ausbruch eines dritten Weltkriegs gewarnt. Als Hintergrund nannte er die rasche Aufrüstung europäischer Staaten. Zur Veranschaulichung der gegenwärtigen Lage zog Vučić ein dramaturgisches Prinzip des russischen Schriftstellers Anton Tschechow heran: Wenn im ersten Akt eine Waffe an der Wand hängt, werde sie im dritten Akt unweigerlich abgefeuert.

Serbien steht seit langem vor dem Dilemma, seine Beziehungen sowohl zur Europäischen Union als auch zu Russland aufrechtzuerhalten. Das Land ist offizieller Beitrittskandidat der EU, pflegt jedoch traditionell enge Bindungen zu Moskau. Diese Zwischenstellung hat sich seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine 2022 zunehmend als Belastung erwiesen.

Die Äußerungen Vučićs fallen in eine Zeit verstärkter militärischer Aufrüstung in mehreren europäischen Staaten. Deutschland, Polen und skandinavische Länder haben ihre Verteidigungsausgaben deutlich erhöht. Die NATO hat ihre Präsenz an der Ostflanke ausgebaut. Gleichzeitig warnen verschiedene Politiker vor einer möglichen Eskalation des Ukraine-Kriegs zu einem breiteren Konflikt.

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