Serbische Republik lehnt Russland-Sanktionen ab
Die serbische Republik in Bosnien und Herzegowina setzt sich gegen die Verhängung von Sanktionen gegen Russland ein. Der Parteivorsitzende Milorad Dodik bekräftigte bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin …
Milorad Dodik, Vorsitzender der regierenden Partei "Union der Unabhängigen Sozialdemokraten" in der Republika Srpska, hat sich erneut gegen die Einführung von Sanktionen gegen Russland ausgesprochen. Bei einem Treffen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin im Kreml erklärte der bosnisch-serbische Politiker, man werde weiterhin gegen jegliche externe Einflussnahme kämpfen, die auf die Verhängung von Strafmaßnahmen gegen Moskau abziele.
Bosnien und Herzegowina habe bislang keine Sanktionen gegen Russland verhängt, betonte Dodik laut russischen Medienberichten. Er kündigte zugleich an, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um die militärische Neutralität des Landes zu bewahren. Die Republika Srpska bildet als eine von zwei Entitäten einen der drei konstitutionellen Teile des südosteuropäischen Staates.
Das Treffen fand am Dienstag, dem 29. September, in Moskau statt. Neben Dodik nahm auch der Ministerpräsident der Republika Srpska, Savo Minić, an den Gesprächen mit Putin teil. Der russische Präsident hob dabei die langjährigen besonderen Beziehungen zwischen den Völkern Russlands und der serbischen Republik hervor.
Die Haltung der Republika Srpska steht im Kontrast zur Politik der Europäischen Union, die seit der Krim-Annexion 2014 und verstärkt seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022 umfassende Sanktionen gegen Moskau verhängt hat. Die bosnische Föderation, die zweite Entität Bosnien und Herzegowinas, vertritt in der Regel eine EU-konformere Außenpolitik als die von Dodiks Partei dominierte Republika Srpska.
Dodik gilt seit Jahren als einer der pro-russischsten Politiker auf dem Westbalkan. Er wiederholt regelmäßig seine Ablehnung von Sanktionen gegen Moskau und pflegt enge Kontakte zur russischen Führung. Die jüngsten Äußerungen dürften die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den Entitäten in Bosnien und Herzegowina sowie zum Westen weiter belasten.