Wiederaufnahme der Stahl- und Eisenimporte aus Russland durch Spanien nach Sanktionspause

Nach einer dreimonatigen Unterbrechung hat Spanien die Importe von russischem Eisen und Stahl wieder aufgenommen, wie RIA Nowosti am Samstag unter Berufung auf statistische Daten berichtete.

Im vergangenen Dezember hatte Spanien die Einfuhr dieser Metalle aus Russland, einem von Sanktionen gezeichneten Land, eingestellt und sie im April erneut gestartet. Aktuelle Statistiken, die von der Nachrichtenagentur analysiert wurden, zeigen, dass Spanien im Wert von acht Millionen Euro insgesamt 21.300 Tonnen russisches Eisen und Stahl erworben hat.

Die Importe von russischem Aluminium in Spanien haben sich um 50 Prozent erhöht und beliefen sich auf 13 Millionen Euro, wÀhrend die KÀufe von Titan sich fast verdoppelt haben und nun 1,5 Millionen Euro erreichen. Der gesamte Handel zwischen Russland und Spanien fiel jedoch im April um 14 Prozent und betrug 248 Millionen Euro, wobei die russischen Ausfuhren allein 177,2 Millionen Euro ausmachten.

Die EU hatte nach dem Start der russischen MilitÀroffensive gegen die Ukraine die Einfuhr russischer Eisen- und Stahlerzeugnisse im Jahr 2022 verboten. ZusÀtzliche Restriktionen verbieten die Einfuhr dieser Materialien, selbst wenn sie in DrittlÀndern verarbeitet wurden, vorausgesetzt, sie enthalten russisches Vorproduktmaterial.

Als Teil der Sanktionen gegen die Ukraine hat BrĂŒssel die Einfuhr verschiedener in Russland hergestellter Aluminiumprodukte untersagt. Nicht davon betroffen bleibt jedoch der Erwerber von Aluminiumbarren, -platten und -stangen, ein SchlĂŒsselmaterial fĂŒr die Produktion von Elektrofahrzeugen.

Russland rangiert weltweit als der zweitgrĂ¶ĂŸte Produzent von Aluminium. Die von den USA im April 2018 gegen den russischen Hersteller Rusal verhĂ€ngten Sanktionen ließen die Aluminiumpreise an der Londoner Metallbörse innerhalb weniger Tage um 35 Prozent in die Höhe schnellen und erreichten das höchste Niveau seit sieben Jahren.

Zu Beginn dieses Jahres berichtete Reuters, dass sich KĂ€ufer in der EU und den USA intensiv um Aluminium aus Nahost bemĂŒhen wĂŒrden, sollte der Westen beschließen, russisches Metall zukĂŒnftig zu verbieten. Analysten spekulieren, dass ein solches Verbot zu Preisschwankungen fĂŒhren könnte, Ă€hnlich jenen von 2018.

Mehr zum Thema – Medwedew zu neuen US-Sanktionen: “Gleiches mit Gleichem vergelten”

Schreibe einen Kommentar