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Stand 10. October 2026, 14:56 Uhr
International

Südafrika drohen Rekordpreise für Benzin und Diesel

Die anhaltenden Kämpfe im Nahen Osten treiben die Kraftstoffkosten in Südafrika auf ein neues Hoch. Für Oktober werden Preissteigerungen von bis zu zwei Rand pro Liter erwartet.

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Südafrikanische Autofahrer müssen sich ab Oktober auf deutlich höhere Kraftstoffpreise einstellen. Nach Angaben des Central Energy Fund könnte der Preis für Benzin der Sorte 95 ULP um rund zwei Rand pro Liter steigen. An der Küste würde der Liter damit 28,05 Rand kosten, in der Provinz Gauteng sogar 28,92 Rand – ein neuer Rekord.

Auch Diesel wird erheblich teurer. Die erwarteten Preiserhöhungen liegen hier zwischen 1,50 Rand für die Sorte 500ppm und 1,80 Rand für 50ppm. Der Preis für 50ppm-Diesel würde damit an der Küste auf 30,29 Rand und im Landesinneren auf 31,85 Rand steigen. Das nähert sich den bisherigen Höchstständen aus dem Frühjahr dieses Jahres.

Ursache für die erwarteten Preissprünge ist der Anstieg der globalen Ölpreise. Seit dem Ausbruch der jüngsten Eskalation im Nahen Osten haben die Preise für Rohöl die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel erreicht – zum ersten Mal seit Juli. Die Unsicherheit um die strategisch wichtige Meerenge von Hormuz, durch die ein Großteil des globalen Öltransports läuft, treibt die Märkte zusätzlich an.

Die Prognosen des Central Energy Fund basieren auf Daten vom Anfang des Monats und gelten daher als vorläufig. Bis zum Monatsende können sich die Marktlage und damit die Preisentwicklung noch verändern. Angesichts der anhaltenden Kämpfe im Nahen Osten und fehlenden Anzeichen für eine Deeskalation gehen Beobachter jedoch davon aus, dass das Risiko für weiter steigende Ölpreise bestehen bleibt.

Die erwarteten Preiserhöhungen im Oktober folgen auf bereits kräftige Aufschläge im September. Damals stieg der Benzinpreis um 1,34 Rand pro Liter, Diesel sogar um 2,94 bis 3,15 Rand. Die südafrikanische Zentralbank hat vor den wirtschaftlichen Folgen höherer Kraftstoffkosten gewarnt: Sie können die Inflation ankurbeln, den Konsum dämpfen und damit das Wirtschaftswachstum insgesamt belasten. Transport, Lebensmittel und andere Waren werden teurer, wenn die höheren Kraftstoffkosten sich durch die Lieferketten ziehen – zugleich bleibt den Verbrauchern weniger Geld für andere Ausgaben.

Die südafrikanische Regierung legt die Kraftstoffpreise monatlich neu fest. Dabei fließen neben den internationalen Ölpreisen auch der Wechselkurs des Rand zum US-Dollar sowie inlandische Steuern und Abgaben ein. Eine dauerhafte Preisspirale bei Energiekosten gilt als besonders problematisch für ein Land, das bereits mit hoher Arbeitslosigkeit und schwachem Wachstum kämpft.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von RT. Ursprungsmeldung

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