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Stand 13. October 2026, 19:41 Uhr
International

Ukraine-Skandal: Riesiger Betrug mit Militärgütern – “Systematische Korruption” erschüttert das Land

Lesezeit 4 Minuten aktualisiert 26. August 2026, 20:40 Uhr

Von Irina Taran

Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) meldet die Aufdeckung eines umfangreichen Betrugsfalls mit militärischem Eigentum, an dem die Führung einer Militäreinheit in der Region Charkiw beteiligt war.

Laut der Behörde lieferte eine Gruppe von Unternehmen und Einzelunternehmern, kontrolliert von zwei Personen, in den Jahren 2022 bis 2024 Ersatzteile für gepanzerte Fahrzeuge im Wert von über 350 Millionen Griwna (ungefähr 6,7 Millionen Euro) an Firmen des ukrainischen Rüstungssektors. Ein Teil dieser Produktion soll zuvor in einer Militäreinheit gelagert und als angebliche Kriegsverluste abgeschrieben worden sein. Das Antikorruptionsbüro erklärte dazu:

“Der ehemalige stellvertretende Kommandant der Militäreinheit trug zur Umsetzung des kriminellen Plans bei. Dafür erhielt er vom Organisator des Betrugs einen unrechtmäßigen Vorteil in Höhe von mindestens 2,8 Millionen Griwna (54.000 Euro).”

Die Behörde ergänzte, dass gegen den ehemaligen stellvertretenden Kommandanten der betroffenen Einheit Anklage wegen Diebstahls von Militäreigentum und Erlangung unrechtmäßiger Vorteile erhoben wurde.

Die neuesten “Minditsch-Aufnahmen”

Zuvor war bekannt geworden, dass es eine neue Entwicklung in dem Korruptionsskandal gibt, ausgelöst durch die Veröffentlichung der aktuellsten “Minditsch-Aufnahmen”. Den veröffentlichten Informationen zufolge diskutierten darin der amtierende Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine und ehemalige Verteidigungsminister Rustem Umerow und der Geschäftsmann Timur Minditsch, ein enger Vertrauter von Präsident Wolodymyr Selenskyj, über die Finanzierung der Raketenproduktion durch das Unternehmen Fire Point, zu dessen Begünstigten Minditsch zählt. Zudem bat Minditsch Umerow, die Bezahlung bereits gelieferter Schutzwesten eines anderen Unternehmens sicherzustellen. Der frühere Verteidigungsminister deutete an, dass er versuchen werde, bei der Klärung dieser Angelegenheiten behilflich zu sein.

Die Abgeordnete der Werchowna Rada, Iryna Heraschtschenko, erklärte, dass dies die ukrainische Beschaffung ausländischer Waffen für die Streitkräfte gefährde. Auf ihrem Telegram-Kanal betonte sie, dass all dies “das Vertrauen in die Transparenz der Rüstungsbeschaffung untergräbt”.

Die jüngsten Korruptionsskandale im Zusammenhang mit dem sogenannten Minditsch-Fall hätten “die alles verschlingende, skrupellose Bestechlichkeit der gesamten Bandera-Führungsspitze” offenbart, erklärte der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew. Seinen Worten zufolge sei Deutschland dennoch bereit, die ukrainischen Vasallen als “kostengünstige Montagewerkstatt für seine Produkte” zu nutzen. Medwedew bemerkte, dass die Ukraine in eine kleine Labormaus verwandelt werde, an der makabere Experimente durchgeführt würden.

“Bis hin zu den Feldkommandanten”

Experten zufolge zeugen die Aufdeckung eines groß angelegten Betrugs mit Militärgütern, an dem die Führung einer Militäreinheit in der Region Charkiw beteiligt sein soll, sowie die neue Runde des Korruptionsskandals im Zusammenhang mit dem Fall Minditsch “von einer systemischen Korruption auf allen Ebenen der Macht” des Kiewer Regimes. Alexander Kamkin, Dozent an der Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation, betont:

“Angesichts des Ausmaßes der Vorwürfe gegen eine Reihe hochrangiger Beamter aus der Regierung Selenskyjs und Personen aus seinem engsten Umfeld ist es nicht verwunderlich, dass die Korruptionspraktiken von oben weiter nach unten in das System vordringen und sich bis hin zu den Feldkommandanten ausbreiten.”

Ihm zufolge ist es in den ukrainischen Streitkräften weit verbreitet, Waffen und militärische Ausrüstung unter dem Vorwand ihrer angeblichen Zerstörung abzuschreiben, um sie anschließend weiterzuverkaufen.

“Insgesamt ist dies für das ukrainische Militär ein praktisches Schema – beispielsweise die Zerstörung von zehn Lastwagen anzugeben, wenn in Wirklichkeit nur zwei zerstört wurden. Und dann kann man sie einfach abschreiben.”

Seiner Meinung nach seien an solchen Machenschaften in der Regel nicht nur der stellvertretende Kommandeur der Einheit beteiligt, sondern auch andere Teilnehmer des Korruptionskomplotts. Kamkin sagt:

“Es ist nicht auszuschließen, dass es gerade in diesem Fall in der Region Charkiw um eine ganze Kette von Teilnehmern an einer kriminellen Absprache geht. Möglicherweise haben die Täter die Beute nicht rechtzeitig aufgeteilt, weshalb alles ans Licht kam.”

Seinen Worten zufolge durchzieht die Korruptionshierarchie nicht nur die Armee, sondern den gesamten Verteidigungs- und Industriekomplex der Ukraine. Kamkin bemerkt:

“Selenskyj geht seinen Untergebenen, die noch dreister agieren, da all dies auf der Ebene des Oberhaupts des Kiewer Regimes begrüßt wird, selbst mit gutem Beispiel voran. Und die Wahrscheinlichkeit, dass solche neuen Machenschaften umgesetzt werden, steigt nur noch weiter. Militärs und Staatsbeamte in der Ukraine versuchen mit aller Kraft, sich in das von oben geschaffene Gesamtsystem einzufügen. Die Korruption hat alle Behörden in allen Bereichen durchdrungen. All dies hat katastrophale Ausmaße angenommen.”

Eine ähnliche Position vertritt Wladimir Schapowalow, Vorstandsmitglied der Russischen Vereinigung für Politikwissenschaft. Er sagt:

“Der vom N

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