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Stand 10. October 2026, 11:35 Uhr
International

Tausende Migranten harren in spanischer Exklave Ceuta aus

Anderthalb Monate nach dem massiven Grenzübertritt harren in der spanischen Exklave Ceuta weiterhin Tausende Migranten aus. Die Lage in der Stadt bleibt angespannt, während sich an den Stränden immer größere improvisierte …

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Tausende Migranten harren in spanischer Exklave Ceuta aus

An der Küste von Ceuta hat sich eine ausgedehnte Zeltstadt entwickelt. Junge Migranten errichten aus Bambus, Decken, Vorhängen und Tischdecken notdürftige Behausungen, die sich längs der Strandpromenade ziehen. Teilweise entstanden diese Unterkünfte unmittelbar vor Gebäuden von Einheimischen, einige davon wurden inzwischen wieder abgerissen.

Die Temperaturen in Ceuta sind derzeit noch hoch genug, um das Leben am Strand klimatisch zu ermöglichen. Mit dem Herannahen kälterer Monate steigt jedoch der Druck, eine dauerhaftere Lösung für die Unterbringung zu finden. Ein Teil der Migranten ist in professionell eingerichteten Lagern mit Militärzelten untergebracht, wo die Situation geordneter wirkt. Dort existieren auch separate Unterkünfte ausschließlich für Frauen.

Nach Angaben von Polizisten halten sich einige Marokkaner in der Exklave auf, weil sie bei einer Rückkehr in ihre Heimat mit Konsequenzen rechnen. Viele andere hoffen auf eine Weiterreise nach Europa, wobei Italien und Deutschland als Ziele genannt werden. Ein Marokkaner, dessen türkische Frau und gemeinsames Kind nach seinen Angaben in Deutschland leben, gab an, nach einer Abschiebung erneut dorthin gelangen zu wollen.

An der Playa del Trampolín kommt es nach lokalen Berichten wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen Migranten. Polizei und Militär sind dort mit einem großen Aufgebot präsent, ein Hubschrauber überwacht das Gelände aus der Luft. Nach Einbruch der Dunkelheit entzünden Migranten Feuer am Strand, in den späteren Abendstunden wurde zudem offener Drogenkonsum beobachtet.

In der Nähe hat sich ein improvisierter Schwarzmarkt etabliert. Auf Decken und provisorischen Verkaufsflächen werden gebrauchte Schuhe, Kleidung und Kinderkleidung angeboten, daneben Lebensmittel wie Eier und Softdrinks. Zwischen den Hütten entsteht so eine eigene kleine Infrastruktur.

Für Teile der Einheimischen bedeutet die Situation eine erhebliche Belastung. Anwohner berichten von Müll, Geruchsbelästigungen, Belästigungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen. Einsatzkräfte sind im gesamten Stadtgebiet sichtbar, auch vor Geschäften finden Kontrollen statt. Einwohner berichteten zudem von Vorfällen, bei denen Migranten Haustiere gejagt und verzehrt hätten.

Am Grenzübergang zu Marokko selbst ist inzwischen weitgehend Ruhe eingekehrt. Nur wenige Kilometer entfernt prägen jedoch Tausende Migranten in Lagern, Militärzelten und Strandhütten weiterhin das Stadtbild der spanischen Exklave.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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