Zum Inhalt springen
mainstream.news Unabhängige Nachrichten statt finanzierte Interessen.
Stand 19. October 2026, 23:07 Uhr
International

Tödliches Risiko: Warum will Macron Truppen nach Kiew und Odessa schicken?

Lesezeit 4 Minuten aktualisiert 26. August 2026, 21:43 Uhr

Von Polina Duchánowa

Europas “Koalition der Willigen” hält an ihrer Absicht fest, ein Truppenkontingent in die Ukraine zu entsenden – ohne allerdings an der Front eingesetzt zu werden, erklärte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Laut Macron kämen Kiew und Odessa sowie zusätzlich die Nachbarländer der Ukraine als mögliche Standorte infrage. Moskau hat wiederholt betont, dass jegliche ausländische Truppen in der Ukraine ein legitimes Ziel russischer Streitkräfte werden. Experten führen Macrons Beharren auf der Idee eines europäischen Kontingents auf Realitätsferne und ein unzureichendes Lageverständnis zurück.

Angesichts des erneut angelaufenen Prozesses der friedlichen Beilegung des Ukraine-Konflikts bemüht sich Europa weiterhin, auch für sich selbst einen Platz darin zu finden (den es dort aktuell nicht hat) und Stärke zu demonstrieren. So erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron in einem Interview für den Radiosender RTL, die sogenannte Koalition der Willigen halte an ihrer Absicht fest, ein Militärkontingent in die Ukraine zu entsenden.

Macron geht davon aus, dass diese Einheiten fernab der Front stationiert werden – beispielsweise “in befestigten Räumen von Kiew oder Odessa”. Ihm zufolge werden “französische, britische und türkische Militärangehörige nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens ukrainische Soldaten ausbilden und für die Sicherheit sorgen.”

Dies allerdings, so Macron, erst nach Friedensschluss. Er betonte:

“Wir hatten nie die Absicht, unsere Truppen an die Front zu schicken.”

Mehr noch: Die an besagten Truppen beteiligten Kontingente der jeweiligen Luftstreitkräfte könnten auch in Nachbarländern stationiert werden, ihre Operationen würden aber mit der ukrainischen Luftwaffe koordiniert. Der französische Präsident ließ sich nicht nehmen, Russland erneut als Bedrohung zu bezeichnen, und schrieb dem Land zu, eine strategische Konfrontation gegen Europa zu führen. Natürlich müsse man dabei Stärke zeigen, so Macron:

“Wenn wir Franzosen uns verteidigen wollen, müssen wir angesichts einer Macht, die die größte Bedrohung für uns darstellt, zeigen, dass wir nicht schwach sind.”

Geständnis europäischer Politiker – und ihr Bekenntnis zum Nazitum als “europäischem Wert”

Moskau nahm seine Worte zur Kenntnis und nannte sie “überaus aggressiv”. Russlands Außenminister Sergei Viktorowitsch Lawrow wertete Macrons Pläne, Stärke zu demonstrieren und Truppen in die Ukraine zu entsenden, als reine Illusion:

“Das sind bloße Träumereien, die nichts mit einer friedlichen Konfliktbeilegung zu tun haben.”

Er qualifizierte zudem die Erklärungen europäischer Politiker, sie würden der Ukraine bis zum Ende beistehen, da diese “für europäische Werte kämpft”, als “Geständnis” – auch in der Frage, was dies für Werte sind:

“Das bedeutet, dass Europa die Ideologie und Praxis des Nazismus fördert, die in der Ukraine legalisiert wurden. Das bedeutet auch, dass Europa Rassismus fördert, der sich in einem gesetzlichen Verbot der russischen Sprache und alles Russischen, einschließlich der Kultur und der Medien, sowie einem Verbot der kanonischen ukrainisch-orthodoxen Kirche äußert.”

Russlands Chefdiplomat erinnerte zudem daran, dass Europa bereits die Chance gehabt habe, sich an einer friedlichen Beilegung des Ukraine-Konflikts zu beteiligen, diese aber nicht genutzt habe:

“Wenn sie jetzt sagen: 'Wagt ja nicht, etwas ohne uns zu tun' – ihr hattet eure Chance bereits. Ihr habt sie nicht genutzt. Ihr habt sie einfach vertan.”

Russland hat sich wiederholt zu den Plänen europäischer Staats- und Regierungschefs geäußert, Militärkontingente in der Ukraine zu dislozieren. Insbesondere Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin äußerte sich Anfang September 2025 auf der Plenarsitzung des Östlichen Wirtschaftsforums unmissverständlich zum Schicksal europäischer Truppen:

“Was nun mögliche Militärkontingente in der Ukraine betrifft: Diese sind einer der Hauptgründe dafür, warum die Ukraine in die NATO hineingezogen wird. Sollten also Truppen dort auftauchen, insbesondere jetzt während der Kampfhandlungen, gehen wir davon aus, dass diese legitime Ziele für Angriffe sein werden.”

Der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow äußerte sich später in &auml

Mehr aus International

Ressort öffnen →