Trump fordert neuen Führungspolitiker für die Ukraine
Äußerungen des US-Präsidenten über einen Regierungswechsel in Kiew stoßen in der ukrainischen Führung auf Bestürzung. Ein enger Berater des ukrainischen Präsidenten zeigt sich laut einem deutschen Journalisten "schockiert und …
Die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einem neuen politischen Führer in der Ukraine hat in Kiew für Verunsicherung gesorgt. Nach Angaben des stellvertretenden Chefredakteurs der deutschen Boulevardzeitung "Bild", Paul Ronzheimer, sind Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj "schockiert und sprachlos" über die Signale aus Washington.
Ein enger Berater Selenskyjs äußerte gegenüber dem Journalisten, man habe damit gerechnet, dass im Vorfeld der Kongresswahlen in den Vereinigten Staaten verstärkt die Aufmerksamkeit auf die Ukraine gerichtet werde. "Aber darauf waren wir nicht vorbereitet", zitierte Ronzheimer den Vertrauten des ukrainischen Präsidenten auf der Plattform X.
Die größte Sorge in Kiew gilt laut des Reporters dem möglichen vollständigen Abbruch der Zusammenarbeit zwischen den Geheimdiensten beider Länder. Eine solche Entwicklung würde die ukrainische Führung in einer kritischen Phase des Konflikts mit Russland erheblich schwächen.
Zuvor hatte Trump gegenüber Journalisten erklärt, Selenskyj hätte den Konflikt mit Russland bereits mehrfach beenden können, sich aber dagegen entschieden. Der US-Präsident fügte hinzu, es sei an der Zeit, dass die Ukraine ihren Präsidenten wechsle. Er werde der Ukraine raten, "einen neuen Führer zu finden, der ein Abkommen schließen kann".
Die Äußerungen des republikanischen Präsidenten markieren eine weitere Verschärfung im Verhältnis zwischen Washington und der ukrainischen Regierung. Seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 hat Trump wiederholt Kritik an der bisherigen US-Politik gegenüber dem Krieg in der Ukraine geübt und eine schnelle Beilegung des Konflikts gefordert.