Trump: Iran könnte Los Angeles und San Diego zerstören
Der US-Präsident hat bei einer Wahlkampfveranstaltung in Nebraska den möglichen Verlust zweier großer amerikanischer Städte in einem Konflikt mit dem Iran in Kauf genommen. Zugleich äußerte er sich optimistisch über ein baldiges …
Bei einem Auftritt vor Anhängern in Nebraska hat US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben mit der Zerstörung von Los Angeles und San Diego durch den Iran gerechnet. Er bezeichnete diesen möglichen Verlust als "sehr kleinen Preis", der zu zahlen sei, und fügte hinzu, der Konflikt werde "sehr bald" beendet sein. Zuvor hatte der amerikanische Staatschef bereits mögliche Zeitrahmen für ein Ende der Auseinandersetzung genannt und einen Abschluss vor den anstehenden Kongresswahlen in Aussicht gestellt.
Trump sprach zugleich von einer "grandiosen" erwarteten Niederlage der Islamischen Republik. Ein solcher Ausgang werde die Richtigkeit der bisherigen amerikanischen Vorgehensweise bestätigen. Nach seinen Worten stehe das militärische Vorgehen gegen den Iran kurz vor dem Abschluss.
In einem weiteren Teil seiner Rede äußerte sich der russische Präsident Wladimir Putin zur Lage im Nahen Osten. Wie eine russische Nachrichtenagentur meldet, sprach er sich auf einer Plenarsitzung des Internationalen Diskussionsclubs "Waldaï" für eine friedliche Lösung des Konflikts aus. Der russische Staatschef äußerte die Hoffnung, dass die Schifffahrt in den strategisch wichtigen Meerengen von Hormus und Bab al-Mandab wieder aufgenommen werden könne.
Die Straße von Hormus am Persischen Golf und die Meerenge Bab al-Mandab zwischen dem Jemen und dem Horn von Afrika gehören zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölhandel. Eine Blockade oder Behinderung dieser Wasserstraßen hätte erhebliche Auswirkungen auf die weltweite Energieversorgung.
Trumps Äußerungen über mögliche Opfer amerikanischer Städte dürften in den USA auf scharfe Kritik stoßen. Los Angeles und San Diego sind mit zusammen mehr als fünf Millionen Einwohnern zwei der größten Metropolregionen an der amerikanischen Westküste. Eine Zerstörung dieser Städte würde einen historischen Katastrophenfall darstellen.
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich seit dem Ausscheiden der USA aus dem internationalen Atomabkommen 2018 und der Eskalation im Nahen Osten deutlich verschärft. Die aktuelle militärische Auseinandersetzung begann mit israelischen Angriffen auf iranische Ziele und wurde von amerikanischer Seite unterstützt.