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Stand 21. October 2026, 00:51 Uhr
International

Trump: Putin und Selenskyj müssen nicht persönlich verhandeln

Der US-Präsident hält ein direktes Treffen der beiden Staatschefs für den Ukraine-Frieden nicht für zwingend notwendig. Andere Verhandlungswege seien denkbar.

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US-Präsident Donald Trump hat die Notwendigkeit eines persönlichen Treffens zwischen dem russischen Staatschef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Frage gestellt. Nach Angaben des Weißen Hauses sei eine solche Begegnung für ein Friedensabkommen im Ukraine-Krieg keine conditio sine qua non.

Auf die Frage, ob ein direktes Gespräch der beiden Kontrahenten für die Unterzeichnung eines Abkommens erforderlich sei, antwortete Trump nach Medienberichten: „Sie müssen nicht unbedingt in einem Raum sein. Ich denke, sie können es auf andere Weise tun.“ Damit deutete der amerikanische Präsident indirekte Verhandlungsformen an, ohne diese näher zu spezifizieren.

Trumps Äußerung markiert einen weiteren Schritt in seiner bisherigen Ukraine-Diplomatie. Seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 hat der Republikaner wiederholt betont, einen schnellen Friedensschluss anstreben zu wollen. Zugleich hat er die ukrainische Seite wiederholt aufgefordert, territorialen Zugeständnissen nicht grundsätzlich abgeneigt zu sein – eine Haltung, die in Kiew auf Widerstand stößt.

Bislang haben Putin und Selenskyj seit dem russischen Großangriff im Februar 2022 kein direktes Gespräch mehr geführt. Die ukrainische Seite hatte wiederholt erklärt, Verhandlungen mit dem Kremlchef nur unter bestimmten Voraussetzungen führen zu wollen. Moskau seinerseits hat Selenskyjs Amtslegitimität in Frage gestellt, seit dessen Präsidentschaftsamt formell im Mai 2024 ausgelaufen war – eine Haltung, die die Gesprächsbereitschaft weiter erschwert.

Die internationale Gemeinschaft beobachtet Trumps Vermittlungsbemühungen mit gemischten Gefühlen. Während europäische Verbündete eine dauerhafte Waffenruhe anstreben, fürchten Kritiker, dass ein unter Zeitdruck ausgehandelter Deal zu Lasten der ukrainischen Territorialintegrität gehen könnte. Die konkreten Modalitäten eines möglichen Abkommens bleiben indes unklar.

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