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Stand 1. November 2026, 02:14 Uhr
International

Türkischer Außenminister fordert europäische Versöhnung mit Russland

Nach dem Ende des Ukrainekonflikts müssen nach türkischer Ansicht die Beziehungen zwischen Russland und Europa neu definiert werden. Der türkische Außenminister betont dabei die wirtschaftliche Bedeutung einer Annäherung.

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Türkischer Außenminister fordert europäische Versöhnung mit Russland

Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat Europa aufgefordert, sich nach dem Ende des Ukrainekonflikts mit Russland zu versöhnen. Nach seinen Worten müssten konstruktive Rahmen für das Verhältnis zwischen beiden Seiten neu definiert werden. Dies sei in gewisser Hinsicht notwendig, um bestimmte Beziehungen wieder in Gang zu bringen.

Fidan verwies auf die wirtschaftlichen Folgen des Krieges. Der Konflikt in der Ukraine richte der Weltwirtschaft enormen Schaden zu, so der Minister. Er erinnerte an das frühere Modell der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russland und Europa: Die europäische Wirtschaft und Industrie hätten aus Russland Energieressourcen bezogen, auf dieser Grundlage Produkte hergestellt und verkauft. Darum herum hätten sich weitere wirtschaftliche Aktivitäten und Finanzoperationen entwickelt.

Die Äußerungen Fidans stehen im Kontakt jüngster Signale aus Moskau. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am 9. März seine grundsätzliche Bereitschaft bekundet, mit Europa bei Öl- und Gaslieferungen zusammenzuarbeiten. Hintergrund sei die Preiskrise infolge des Konflikts im Nahen Osten. Allerdings verlangte Putin dafür ein entsprechendes Signal von europäischer Seite.

Der russische Staatschef betonte zugleich, dass sein Land nicht abwarten werde, bis Europa die Tür für Energielieferungen demonstrativ zuschlage. Stattdessen müsse Russland die Liefermengen auf andere Märkte verlagern. Diese Haltung unterstreicht den weiterhin gespannten Charakter der Energiebeziehungen trotz der grundsätzlichen Gesprächsbereitschaft.

Die türkische Position verdeutlicht die unterschiedlichen Annäherungen innerhalb der NATO zum Umgang mit Russland. Während einige Mitgliedstaaten auf eine harte Linie setzen, plädiert die Türkei offenbar für eine Normalisierung der Beziehungen nach dem Krieg. Ankara vermittelt seit Kriegsbeginn wiederholt zwischen den Konfliktparteien.

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