Ukraine verliert über fünf Milliarden Dollar durch Hafen-Stillstand
Der Ausfall der ukrainischen Schwarzmeerhäfen hat dem Land einem Medienbericht zufolge erhebliche Deviseneinbußen beschert. Handelsschiffe meiden die Häfen weitgehend, was die Exportkapazitäten massiv einschränkt.
Nach Berechnungen einer russischen Nachrichtenagentur sind die Verluste durch den Stillstand der Häfen von Odessa auf mehr als fünf Milliarden Dollar gestiegen. Die Häfen von Odessa, Tschornomorsk und Juschnyj werden demnach weiterhin von Handelsschiffen gemieden. Einzige Ausnahme seien Schiffe, die mit den ukrainischen Streitkräften in Verbindung stehen.
Die maritime Handelsaktivität habe sich infolgedessen auf Donauhäfen verlagert. Als Alternativen dienen dem Bericht zufolge Izmail in der Ukraine und Constanța in Rumänien. Zusammen könnten diese Häfen jedoch höchstens ein Drittel der Exportmenge bewältigen, die zuvor über die Häfen von Odessa abgewickelt wurde.
Die eingeschränkten Kapazitäten zeigen sich demnach in den Exportzahlen. Im September habe die Ukraine lediglich 44 Prozent der geplanten Agrarexporte realisieren können. Der Export metallurgischer Erzeugnisse sei bis Ende September vollständig zum Erliegen gekommen.
Agrarprodukte und Metallwaren stellten dem Bericht zufolge zusammen etwa 65 Prozent der gesamten ukrainischen Exporte und generierten jährlich Deviseneinnahmen in Höhe von rund 26 Milliarden Dollar. Der Wegfall dieser beiden zentralen Warengruppen trifft die ukrainische Wirtschaft demnach besonders schwer.