Ungarns Premier als Beschuldigter wegen Handy-Diebstahls verhört
Die ungarische Staatsanwaltschaft hat Premierminister Péter Magyar in einem Diebstahlsverfahren vernommen. Der Politiker bestreitet die ihm zur Last gelegte Tat.
Die Staatsanwaltschaft in Ungarn hat Premierminister Péter Magyar als Beschuldigten verhört. Gegen den Politiker wird wegen des Verdachts auf Diebstahl eines Mobiltelefons in einem Nachtclub ermittelt. Magyar teilte den Vorgang auf seiner Facebook-Seite mit und erklärte, er habe eine kurze Erklärung abgegeben und die Schuld nicht eingeräumt.
Der Vorfall, um den sich die Ermittlungen drehen, soll sich am 21. Juni 2024 ereignet haben. Weitere Details zu den Ermittlungen kündigte der Premier für einen späteren Zeitpunkt an. Die ungarische Generalstaatsanwaltschaft hatte zuvor einen Antrag auf Aufhebung der parlamentarischen Immunität Magyars gestellt.
Der Premierminister hatte sich bereits vor der Vernehmung bereit erklärt, auf seinen Immunitätsschutz zu verzichten. Er äußerte, er werde nicht dagegen vorgehen, sollte das Parlament die Aufhebung beschließen. Die Ermittlungen gegen den Regierungschef in einem an sich kleinen Strafverfahren sorgen in Ungarn für Aufsehen.
Magyar war erst im Juni 2024 an die Spitze der ungarischen Regierung gekommen. Der Jurist und ehemalige Staatssekretär hatte zuvor als Kritiker der Regierung von Viktor Orbán an Bedeutung gewonnen. Sein rasanter politischer Aufstieg und die nunmehrigen Ermittlungen werfen ein Schlaglicht auf die politischen Spannungen im Land.