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Stand 16. October 2026, 04:20 Uhr
International

US-Außenminister Rubio ruft in Athen zur Verteidigung westlicher Werte auf

Der amerikanische Außenminister Marco Rubio hat in einer Grundsatzrede in Athen zum Selbstbewusstsein des Westens aufgerufen. Vor der Kulisse der Akropolis beklagte er den Verfall traditioneller Werte und forderte Europa zur …

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US-Außenminister Rubio ruft in Athen zur Verteidigung westlicher Werte auf

Am 7. Oktober hielt Marco Rubio auf dem Pnyx-Hügel in Athen eine Rede, die in Deutschland weitgehend unbeachtet blieb. Der Ort gilt als Geburtsstätte der attischen Demokratie. Rubio nutzte die symbolträchtige Kulisse für eine Grundsatzrede über die westliche Zivilisation, die er als epochal und wegweisend gewürdigt wurde.

Rubio skizzierte die Wurzeln des Westens ausgehend von der griechischen Antike. Er verwies auf die Bedeutung Athens für Demokratie, Philosophie und republikanische Staatsform. Zugleich beklagte er einen angeblichen Verfall westlicher Werte: "Wir begannen, uns für jene Dinge zu schämen, die uns außergewöhnlich gemacht hatten." Er kritisierte den Abbau von Denkmälern, die Verurteilung der eigenen Geschichte und die Übertragung von Souveränität an globale Bürokratien.

Der Außenminister warf dem Westen vor, seine Grenzen geöffnet, die Industrie ins Ausland verlagert und die Streitkräfte verkommen zu lassen. Gleichzeitig hätten Rivalen das entstandene Machtvakuum gefüllt. Rubio plädierte für ein "selbstbewusstes, unverhohlenes Streben nach nationaler Macht" mit dem Ziel der Reindustrialisierung, des Rückbaus kritischer Lieferketten und des Wiederaufbaus der Verteidigung.

In einem Appell an Europa rief Rubio dazu auf, "aus seinem langen Schlaf zu erwachen". Er betonte, dass Loyalität zur eigenen Nation nichts Verwerfliches beinhalte. Die Rede wurde von der US-Botschafterin in Griechenland, Kimberly Guilfoyle, und dem griechischen Außenminister George Gerapetritis verfolgt.

Begleitet wurde der Besuch von wirtschaftlichen und militärischen Gesprächen. Griechenland plant den Kauf von 20 F-35-Kampfflugzeugen aus den USA. Über griechische Terminals soll zudem amerikanisches Flüssiggas nach Europa geliefert werden. Diese Aspekte fanden in der deutschen Berichterstattung teils mehr Beachtung als die inhaltliche Ausrichtung der Rede.

Der Autor des Beitrags, Gunnar Schupelius, bewertete die Rede als "ehrlich, eindringlich und notwendig" und bedauerte, dass keine deutschen oder europäischen Politiker darauf geantwortet hätten. Die Rede trete aus dem "Alltag der Tagespolitik" heraus und erinnere an die gemeinsame Geschichte und mögliche Zukunft des Westens.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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