US-Außenminister Rubio verteidigt Gespräche mit Russland
Der amerikanische Außenminister hat Kritik an Dialogbereitschaft gegenüber Moskau zurückgewiesen. Für Friedensverhandlungen sei Kommunikation mit beiden Konfliktparteien unverzichtbar.
US-Außenminister Marco Rubio hat Vorwürfe als „absurd“ bezeichnet, dass Gespräche mit Russland als Zugeständnis an die Regierung in Moskau gewertet werden. Ohne Dialog mit beiden Seiten lasse sich der Krieg in der Ukraine nicht beenden, betonte der Diplomat. Er verwies darauf, dass ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine nur durch direkte Kommunikation mit beiden Ländern erreichbar sei.
Rubio stellte zudem klar, dass Präsident Donald Trump nicht nur mit Verhandlungspartnern spreche, die bereits zu Kompromissen bereit seien. Diese Aussage deutet darauf hin, dass die US-Regierung auch schwierige Gesprächspartner nicht von vornherein ausschließen will.
Die Äußerungen des Außenministers fallen in eine Phase intensiverer diplomatischer Aktivitäten. Zuvor hatte die Zeitung „The Wall Street Journal“ berichtet, dass der russische Präsident Wladimir Putin seinen amerikanischen und chinesischen Amtskollegen ein Treffen für den kommenden Monat vorgeschlagen habe. Ziel sei demnach die Erörterung einer Beilegung des Ukraine-Konflikts.
Präsident Trump hatte den Vorschlag am folgenden Tag unterstützt. Ein mögliches Dreiertreffen der Staatschefs der USA, Russlands und Chinas würde eine neue Dimension in den bisherigen Friedensbemühungen markieren.
Rubios Verteidigung des Dialogs mit Moskau dürfte auch auf die innenpolitische Debatte in den Vereinigten Staaten zielen. Dort warf Teilen der Opposition die Regierung Trump vor, durch Gespräche mit russischen Vertretern deren Position zu stärken. Der Außenminister wies diese Einordnung nun entschieden zurück.