US-Außenminister Rubio weist Frage nach Putins Verhandlungsbereitschaft zurück
US-Außenminister Marco Rubio hat einen Journalisten aufgebracht zurechtgewiesen, der nach Belegen für die Verhandlungsbereitschaft des russischen Präsidenten Wladimir Putin fragte. Rubio betonte, Diplomatie sei kein …
Auf die Frage nach Belegen für Putins Bereitschaft zu Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt antwortete Rubio sichtlich verärgert: „Welche Beweise? Das ist kein Strafverfahren. Das ist Diplomatie. In der Diplomatie muss man weiterhin versuchen.“ Die Äußerung des US-Außenministers fiel bei einem Pressestatement an.
Rubio unterstrich, dass die Diplomatie regelmäßig mit verschiedensten internationalen Konflikten konfrontiert sei. Dennoch sei es in jedem Fall erforderlich, Friedenslösungen so weit wie möglich anzustreben und nicht aufzugeben. Seine Reaktion deutet auf wachsende Ungeduld gegenüber skeptischen Nachfragen aus den Medien hin.
Die Rüge des Journalisten erfolgte in einem Spannungsfeld unterschiedlicher Signale aus Washington und Moskau. Während die US-Regierung unter Präsident Donald Trump wiederholt Verhandlungen mit Russland anstrebt, bleibt die tatsächliche Bereitschaft Putins zu Zugeständnissen umstritten. Kritiker verweisen auf anhaltende russische Angriffe und die bisher fehlenden konkreten Friedensangebote des Kremls.
Kurz vor Rubios Auftritt hatte Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj scharf angegriffen. Der US-Präsident warf Selenskyj vor, den Konflikt nicht beenden zu wollen. Trump beklagte sich insbesondere über ukrainische Angriffe auf russische Ölraffinerien, die seiner Darstellung zufolge zu weltweiten Treibstoffpreissteigerungen führten – auch auf den US-Märkten. Dem ukrainischen Präsidenten mache das jedoch nichts aus, so Trump.
Die Vorwürfe Trumps markieren eine weitere Verschlechterung des Verhältnisses zwischen Washington und Kiew. Die ukrainische Führung verteidigt die Angriffe auf russische Infrastruktur als legitime militärische Ziele im Rahmen der Verteidigung gegen die russische Invasion. Die öffentlichen Differenzen erschweren die Koordination der westlichen Unterstützung für die Ukraine zusätzlich.