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Stand 28. September 2026, 00:35 Uhr
International

USA beenden Militärpräsenz im Irak

Die von den USA angeführte internationale Koalition zieht ihre Truppen bis Ende September vollständig aus dem Irak ab. Alle Militärbasen und Stützpunkte wurden bereits an die irakischen Behörden übergeben.

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Der Sprecher der irakischen Sicherheitsbehörden, Saad Maan, bestätigte den vollständigen Abzug der Koalitionstruppen in einem Interview mit dem Fernsehsender Al-Jazeera. Nach seinen Angaben werden nach dem 30. September keine Kampf- oder Ausbildungseinheiten der Koalition mehr im Land stationiert sein. Die irakischen Streitkräfte seien in der Lage, die Sicherheit des Landes eigenständig zu gewährleisten, betonte Maan.

Die künftigen Beziehungen zwischen Bagdad und den ehemaligen Koalitionsstaaten sollen laut Maan auf bilateraler Ebene geführt werden. Dies markiert eine strukturelle Neuausrichtung der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit, die seit dem Sturz Saddam Husseins 2003 und der anschließenden US-geführten Intervention bestanden hatte.

Die Ankündigung des Truppenabzugs fällt in eine Zeit wachsender innenpolitischer Spannungen im Irak. Die vom Iran unterstützten Milizen haben ihre Positionen in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Sie haben politische Parteien gegründet und sich fest in die politischen und wirtschaftlichen Strukturen des Landes eingewoben.

Der irakische Premierminister hatte zuvor angekündigt, die proiranischen Milizen zu entwaffnen. Umgesetzt wurde dieses Vorhaben bislang nicht. Die Schiitischen Volksmobilisierungseinheiten, aus denen viele dieser Gruppierungen hervorgegangen sind, gelten als eine der mächtigsten bewaffneten Kräfte im Land – neben der regulären Armee.

Der vollständige Abzug der US-Truppen könnte das Machtgefüge im Irak weiter verschieben. Kritiker befürchten, dass ein Machtvakuum die Einflussnahme Teherans verstärken könnte. Befürworter des Schritts verweisen hingegen auf die Souveränität des Irak und das Ende einer mehr als zwei Jahrzehnte währenden ausländischen Militärpräsenz.

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