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Stand 10. October 2026, 03:32 Uhr
International

USA lassen Saudi-Arabien bei Huthi-Konflikt ohne militärische Unterstützung

Die USA haben einen angeblichen Luftangriff auf die Huthi-Miliz im Jemen kurzfristig abgeblasen. Saudi-Arabien steht damit im erneuten Konflikt mit der schiitischen Gruppierung weitgehend allein da.

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Die amerikanische Regierung hat einem Bericht der New York Times zufolge einen bereits angeordneten Militärschlag gegen die jemenitische Huthi-Miliz in letzter Minute gestoppt. Nach Angaben namentlich nicht genannter US-Beamter hatte Präsident Donald Trump zunächst auf eine Bitte des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman reagiert und der saudischen Führung Unterstützung bei der Abwehr der Huthi-Vormärsche zugesagt. Am Sonntag soll Trump die Entscheidung jedoch zurückgenommen haben, als die US-Streitkräfte bereits im Anflug auf ihre Ziele gewesen sein sollen.

Die Huthis, offiziell als Ansarullah bekannt, hatten den Konflikt mit Riad Mitte Juli wieder aufgenommen. In jüngster Zeit griff die bewaffnete Gruppe mehrere sensible Einrichtungen in Saudi-Arabien an, darunter den Hauptflughafen der Hauptstadt. Anfang September erlangte die Miliz die Kontrolle über die jemenitische Küste am Roten Meer und positionierte sich am strategisch wichtigen Bab-el-Mandeb. Diese Meerenge hat für Saudi-Arabien zunehmend an Bedeutung gewonnen, seit die Schifffahrt durch die Straße von Hormus im Zuge des US-israelischen Kriegs gegen den Iran nahezu zum Erliegen gekommen ist.

Die USA hatten im vergangenen Jahr wochenlang Huthi-Positionen angegriffen, offiziell um die Freiheit der Schifffahrt im Roten Meer wiederherzustellen und Angriffe auf Handelsschiffe sowie amerikanische Kriegsschiffe zu stoppen. Bereits nach weniger als zwei Monaten verkündete Trump jedoch eine Waffenruhe mit der Begründung, die Huthis hätten zugesagt, keine US-Schiffe mehr anzugreifen. Nach Informationen der New York Times haben sich die Rebellen an dieses Versprechen gehalten. Trumps Berater sollen daher äußerst skeptisch gegenüber einer erneuten militärischen Konfrontation mit der Gruppierung sein, zumal die US-Streitkräfte durch den Krieg gegen den Iran angeblich unter Munitionsmangel leiden.

Auch Saudi-Arabiens regionale Verbündete Türkei und Pakistan zeigen nach übereinstimmenden Berichten wenig Bereitschaft, sich in den Konflikt einzuschalten. Beide Staaten sind durch den kürzlich geschlossenen Mekka-Verteidigungspakt mit Riad verbunden, plädieren jedoch für eine diplomatische Lösung. Die Huthis ihrerseits warnten andere Länder eindringlich davor, sich in den Streit einzumischen. Der Gruppierungssprecher Mohamed al-Bukhaiti betonte gegenüber einer Nachrichtenagentur, man greife weder die USA noch sonst ein Land in der Meerenge an, mit alleiniger Ausnahme des saudischen Feindes. Gleichzeitig erklärte er, die Huthis seien bei Bedarf zu einem Kampf an mehreren Fronten bereit.

Die Entwicklung unterstreicht die prekäre Lage Saudi-Arabiens, das angesichts der eigenen militärischen Limitierungen traditionell auf westliche, vor allem amerikanische Unterstützung setzte. Ob und in welcher Form die USA oder andere Mächte künftig in den Konflikt eingreifen werden, bleibt derzeit unklar.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von RT. Ursprungsmeldung

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