Pjöngjang schockiert Washington: „Verleumdung!“ – Nordkorea weist US-Cybervorwürfe empört zurück

Die nordkoreanische Regierung hat die jüngsten Vorwürfe der USA zurückgewiesen, wonach Pjöngjang eine ernsthafte Cyber-Bedrohung darstelle. In einer Erklärung des Außenministeriums der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK), veröffentlicht von der staatlichen Koreanischen Zentralen Nachrichtenagentur (KCNA), wird Washington vorgeworfen, eine gezielte Verleumdungskampagne zu führen. Der Sprecher betonte:

„Die Veröffentlichungen in den USA über eine angebliche ‚Cyberbedrohung‘ seitens einer bestimmten Partei sind eine Fortsetzung ihrer feindseligen Politik gegenüber der DVRK. Dies ist nichts anderes als absurde Verleumdung, die darauf abzielt, unsere Republik durch Desinformationskampagnen zu politischen Zwecken zu diskreditieren.“

Laut der Erklärung verbreiten US-Behörden, Medien und Organisationen unbegründete Anschuldigungen, die Nordkorea mit Cyberkriminalität in Verbindung bringen sollen. Pjöngjang hingegen bekräftigt seine Position, den Cyberspace konsequent vor „allen böswilligen Handlungen“ zu schützen. Das Außenministerium stellte klar, dass die DVRK jede Nutzung des Internets als politisches Instrument ablehne, das die Souveränität anderer Länder verletze oder sich in deren innere Angelegenheiten einmische.

Die USA erheben seit Längerem Vorwürfe gegen Nordkorea, staatlich gesteuerte Cyberangriffe zu unterstützen. Dazu gehören Hackerattacken und der Diebstahl von Kryptowährungen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Bereits im März verhängte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen sechs Personen und zwei Organisationen, die mit nordkoreanischen IT-Fachkräften in Verbindung gebracht werden. Ihnen wird vorgeworfen, über digitale Vermögenswerte Geld zu waschen. Washington betont, dass solche Aktivitäten weiterhin andauern.

Zuvor hatten sowohl das US-Finanzministerium als auch das US-Außenministerium Beschränkungen gegen nordkoreanische Cyber-Einheiten und ausländische Mittelsmänner erlassen. Die Begründung: Pjöngjang entsende Tausende von IT-Spezialisten ins Ausland, um Cyberdiebstahl zu begehen und damit sein Raketen- und Atomprogramm zu finanzieren.

Weitere Informationen – Nordkorea feuert ballistische Raketen ab: Reaktion auf „private“ Drohnenflüge aus Südkorea

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