Vermittlungsgespräche zwischen USA und Iran ohne Durchbruch
Die von Katar vermittelten Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben nach Angaben von Verhandlungskreisen keine Fortschritte gebracht. Beide Seiten sollen an ihren Positionen festhalten.
Nach Informationen aus Verhandlungskreisen haben die Gespräche zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Katars keinen Erfolg gebracht. Die Delegationen seien demnach nicht bereit, ihre Positionen zu ändern oder Zugeständnisse zu machen. Der katarische Vermittler Ali al-Tawadi hatte am Montag in New York mehrere Stunden lang mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi und dessen Team verhandelt. Ein mit dem Verlauf der Gespräche vertrauter Kreis bestätigte, dass es keine wesentlichen Veränderungen gegeben habe.
Das Fehlen eines Durchbruchs verstärkt nach Einschätzung von Beobachtern die Befürchtungen vor einer Wiederaufnahme militärischer Auseinandersetzungen. Laut Regierungskreisen in Washington könnte Präsident Donald Trump nach den Zwischenwahlen zum US-Kongress im November den Befehl zu größeren Kampfhandlungen geben. Die Wahl gilt als politischer Wegweiser für die zweite Hälfte seiner Amtszeit.
Trump hatte zuvor die Einschätzung geäußert, dass der Iran seiner Meinung nach künftig kapitulieren werde. Der amerikanische Präsident begründete dies mit der angespannten Lage der iranischen Führung. Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin erklärt, dass Moskau die Unterzeichnung eines Waffenstillstandsabkommens zwischen Teheran und Washington begrüßt habe. Das erzielte Abkommen habe sich jedoch als nicht nachhaltig erwiesen.
Die gescheiterten Verhandlungen werfen ein Schlaglicht auf die anhaltende Spannung zwischen den beiden Staaten. Ein dauerhaftes Abkommen zur Beilegung des Konflikts bleibt damit vorerst aus. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit Sorge, da ein erneuter militärischer Schlag die gesamte Region destabilisieren könnte.