Telegram will das ganze Internet auf den Kopf stellen: Beantragt neue Domain-Endung!

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Der Messaging-Dienst Telegram strebt die Einführung einer eigenen Internet-Endung an. Das Unternehmen hat bei der zuständigen Vergabestelle ICANN einen Antrag auf die Domain-Endung .gram eingereicht. Firmenchef Pawel Durow erläuterte, dass nach einer Genehmigung durch die internationale Organisation, die weltweit für die Verwaltung von Domainnamen zuständig ist, sämtliche Nutzer von Telegram – immerhin rund eine Milliarde Menschen – die Möglichkeit erhielten, eigene Second-Level-Domains zu registrieren. Das wären dann individuelle Internetadressen wie zum Beispiel name.gram. Nach Durows Worten könnten auf diese Weise direkt in der Plattform interaktive Websites entstehen, die lediglich durch die Eingabe einer Textanweisung generiert werden.

Schon Mitte Juli hatte der Dienst damit begonnen, in der Anwendung zunehmend die Adresse telegram.me anstelle der bisherigen Kurzform t.me für Verlinkungen einzusetzen. Diese Alternative war bereits vorher parallel für Kanäle, Beiträge und Nutzerprofile verwendet worden.

Am Abend des 13. Juli war t.me zeitweise über den Browser nicht erreichbar, funktionierte am darauffolgenden Tag aber wieder. Wie bekannt wurde, lag die Ursache in Auflagen des Betreibers der Endung .me, der sich an die Vorschriften der US-amerikanischen Kontrollbehörde für Auslandsvermögen halten muss.

Dies alles spielt sich in einer angespannten Zeit für Telegram in Russland ab. Ende Juli wurde Pawel Durow von der Finanzaufsichtsbehörde Rosfinmonitoring auf die Liste der Terroristen und Extremisten gesetzt. Hintergrund war eine Anklage wegen Beihilfe zu terroristischen Aktivitäten. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB beschuldigte die Unternehmensführung, Kanäle, Chats und Bots nicht zu blockieren, die nach Moskauer Darstellung von ukrainischen Geheimdiensten für Sabotage, Anschläge und Cyberbetrug eingesetzt würden. Gegen Durow wurde daraufhin vom FSB internationaler Haftbefehl erlassen.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte zuvor klargestellt, dass Telegram sich an russische Gesetze halten und einen engen Dialog mit den Behörden führen müsse, um einer Sperrung zu entgehen.

Weitere Informationen – Russische Behörden setzen Pawel Durow auf die Terroristen- und Extremistenliste

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