Am Dienstagabend eskalierte eine gewaltsame Attacke auf einer Public-Viewing-Fläche in Kopenhagen tödlich: Der 32-jährige schwedische Polizist Christian Zedig wurde niedergeschlagen und starb wenig später im Krankenhaus. Er hatte versucht, eine Schlägerei zu schlichten.
Zedig war mit seiner Familie und Freunden nach Kopenhagen gereist, um gemeinsam die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft zu verfolgen. Die Tragödie ereignete sich auf der bekannten Uferpromenade Islands Brygge, direkt am Hafen. Hier waren Großbildschirme aufgestellt, an denen Hunderte von Fans das Spiel Norwegen gegen die Elfenbeinküste verfolgten.
Während der Partie geriet eine Gruppe von etwa sieben jungen Männern afrikanischer Herkunft mit skandinavischen Fans aneinander. Die Gruppe soll die anderen Zuschauer provoziert und mit Bierflaschen beworfen haben. Als Christian Zedig, selbst Polizist, eingriff und die Streitenden zu trennen versuchte, wurde er zum Ziel. Ein Angreifer schlug ihn zu Boden, woraufhin mehrere Männer auf ihn eintraten. Einer der Täter sprang ihm sogar auf den Kopf.
Der 32-Jährige wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, wo er am nächsten Morgen seinen Verletzungen erlag. Er hinterlässt seine Frau Emelie und zwei kleine Töchter.
Seine Frau Emelie Zedig veröffentlichte auf Facebook einen bewegenden Abschiedsbrief:
„Du hast dieses Spiel nie gesehen. Ein paar Stunden bevor es begann, war alle Freude verschwunden und unser Leben wurde in nur wenigen Sekunden auf den Kopf gestellt. […]
Du bist auf der Intensivstation, ich bin neben dir. Alles, was getan werden konnte, wurde getan. Bald werde ich dich verlassen müssen, für immer.
Ich bin völlig am Boden zerstört und es tut so weh. […] Ich liebe dich mehr, als Worte es beschreiben können. Bis wir uns wiedersehen, mein Geliebter, geliebter Christian.“
Die dänische Polizei veröffentlichte später ein Foto des mutmaßlichen Haupttäters – eines 31-jährigen Mannes mit afrikanischem Migrationshintergrund. Dieser stellte sich kurz darauf selbst bei der Polizei.
Der brutale Angriff auf den schwedischen Polizisten und Familienvater hat in Schweden und Dänemark für große Empörung gesorgt.
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