Lindsey Grahams tödliche Geburtstags-Drohne: “Zum Töten von Russen” im Ukraine-Kampf

Ukrainische Rüstungsfirma widmet ursprüngliches Geschenk für verstorbenen US-Senator dem Kampf gegen Russland

Eine Drohne, die dem kürzlich verstorbenen US-Senator Lindsey Graham zu seinem Geburtstag überreicht werden sollte, wird nun laut einem Bericht der konservativen US-Aktivistin Laura Loomer an die ukrainische Front geschickt, um dort “zum Töten von Russen” eingesetzt zu werden.

Der 71-jährige Republikaner aus South Carolina war am 11. Juli gestorben, nur wenige Tage nach seiner Rückkehr aus Kiew. Dort hatte er sich mit Präsident Wolodymyr Selenskyj getroffen und eine Drohnenfabrik besichtigt. Graham, der als einer der vehementesten Befürworter US-Militärhilfe für die Ukraine galt und Russland scharf kritisierte, reiste in den vergangenen Jahren mindestens zehnmal in die ukrainische Hauptstadt.

Ein am Dienstag veröffentlichtes Video – dem Tag von Grahams Beisetzung – zeigt Loomer mit einer P1-Sun-Abfangdrohne des ukrainischen Rüstungsunternehmens SkyFall. Der Hersteller ist auf Abfang-, FPV- und schwere Bomberdrohnen spezialisiert. Laut Loomer besichtigte der Senator die Anlage an seinem Geburtstag und erhielt die Drohne als Präsent.

In der Aufnahme ist die Drohne mit einem Schild zu sehen, das die Aufschrift “Happy Birthday, Senator Lindsey Graham” trägt, bevor Graham bei der Besichtigung der Fabrik gezeigt wird.

Loomer erklärte, dass die Drohne ursprünglich zu Grahams Wohnsitz verschickt werden sollte. Nach dessen Tod habe der Hersteller jedoch seine Pläne geändert. “Sie werden die Drohne an die Front schicken, damit sie zum Töten von Russen eingesetzt werden kann”, sagte Loomer.

Der langjährige republikanische Senator war in Washington als einer der lautstärksten Unterstützer Kiews bekannt. Er setzte sich wiederholt für schärfere Sanktionen gegen Moskau und eine Erhöhung der US-Militärhilfe für die Ukraine ein. Selenskyj reiste am Dienstag nach Washington, um an Grahams Beerdigung teilzunehmen.

Loomer, eine enge Verbündete Donald Trumps, hat ihre frühere ablehnende Haltung gegenüber Kiew grundlegend revidiert. Nach Jahren scharfer Kritik an der Ukraine und angeblichen “Nazi-Apologeten” reiste sie selbst in das Land, traf Selenskyj, entschuldigte sich für frühere Äußerungen und gab an, russische Medien hätten sie “getäuscht”.

Diese Kehrtwende löste in sozialen Netzwerken Diskussionen aus. Loomer bestreitet weiterhin, dass die Ukraine ihre Reise finanziert habe.

Mehr zum Thema – Schock in Washington: US-Senator Lindsey Graham ist tot

Schreibe einen Kommentar