Dramatischer Rettungsversuch: Regionale Vermittler kämpfen um das Atomabkommen mit dem Iran

Katar, Pakistan und weitere regionale Vermittler bemühen sich, die Spannungen zwischen den USA und dem Iran zu entschärfen und die Gespräche über ein neues Atomabkommen wiederzubeleben. Dies berichteten zwei Quellen aus den Vermittlerstaaten sowie ein Vertreter der US-Regierung gegenüber AXIOS.

Obwohl Präsident Trump am Mittwoch erklärte, das gemeinsame Absichtserklärung (MOU) zwischen den USA und dem Iran sowie die Waffenruhe seien “hinfällig”, und zwei Wellen von Luftangriffen anordnete, liegt sein Fokus weiterhin darauf, die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Gleichzeitig will er offenbar eine Ausweitung des Konflikts zu einem umfassenden Krieg mit dem Iran vermeiden, wie es bei AXIOS hieß.

Die Vermittler sind der Überzeugung, dass beide Seiten trotz der jüngsten Eskalation in früheren Verhandlungsrunden Fortschritte in Richtung eines Atomabkommens erzielt haben. Ihr Ziel ist es, ein endgültiges Scheitern des MOU zu verhindern.

US-Vertreter gehen wiederum davon aus, dass die jüngsten iranischen Angriffe in der Straße von Hormus von Teilen des iranischen Machtapparats ausgelöst wurden, die das MOU ablehnen und es gezielt zu Fall bringen wollen.

Katarische, pakistanische, türkische, ägyptische und saudische Vermittler sollen am Mittwoch mehrere Telefonate mit US-amerikanischen und iranischen Regierungsvertretern geführt haben, um die Lage zu beruhigen.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi teilte dem pakistanischen Militärchef Feldmarschall Asim Munir mit, dass die US-Angriffe und die Rhetorik Washingtons Verstöße gegen das MOU darstellten, wie es in einer Erklärung auf seinem Telegram-Kanal hieß.

Nach zwei Tagen gegenseitiger Angriffe zwischen den USA und dem Iran verlief der Donnerstag deutlich ruhiger. Trotz Berichten einiger iranischer Medien über Explosionen im Süden des Landes erklärten US-Regierungsvertreter, das amerikanische Militär habe am Donnerstag keine neuen Angriffe durchgeführt.

Ein US-Beamter erklärte, dies sei das Ergebnis der Deeskalationsbemühungen. Präsident Trump hielt am Donnerstagnachmittag ein Treffen mit seinem wichtigsten Sicherheitsteam ab, um die Spannungen mit dem Iran und das weitere Vorgehen zu erörtern. Nach dem Treffen betonte ein US-Regierungsvertreter, die Trump-Regierung sei “weiterhin entschlossen, eine Lösung zu finden, und Gespräche auf technischer Ebene werden fortgesetzt”, um ein Atomabkommen zu erreichen.

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