US-Sanktionshammer trifft Indien: Geheimer Iran-Deal fliegt auf!

Die Vereinigten Staaten haben Sanktionen gegen ein in Delhi ansässiges Unternehmen verhängt, das als Vertreter der iranischen Fluggesellschaft Mahan Air in Indien agiert. Zusätzlich wurden Firmen aus Russland und China mit Sanktionen belegt, die geschäftliche Beziehungen zu dieser privat betriebenen Airline unterhalten.

“Das in Indien registrierte Unternehmen Skiez Travels and Logistics Private Limited … sowie die russische Firma Air Cargo Pro Limited … übernehmen für Mahan Air die Funktion als Generalvertriebsagenten in Indien beziehungsweise Russland”,

teilte das US-Finanzministerium in einer offiziellen Mitteilung auf seiner Internetseite mit. Finanzminister Scott Bessent führte dazu aus:

“Wer Finanzdienstleistungen, Logistik oder kommerzielle Unterstützung für die IRGC [Islamische Revolutionsgarde] oder Mahan Air leistet, trägt dazu bei, eine terroristische Organisation am Leben zu erhalten.”

Mahan Air steht bereits auf den Sanktionslisten sowohl der USA als auch der Europäischen Union.

Das Finanzministerium wirft der Airline vor, sich nach außen hin als zivile Fluggesellschaft zu präsentieren, tatsächlich jedoch eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der IRGC gespielt zu haben. Konkret habe Mahan Air “Reisedienste für Mitglieder der IRGC-Quds-Einheit bereitgestellt, militärische Trainingsaktivitäten ermöglicht und den Iran bei der Beschaffung sowie dem Transport von Drohnensystemen (UAV) und Waffen unterstützt”.

Nach Informationen der eigenen Webseite vertritt Skiez Mahan Air bereits seit dem Jahr 2020 in Indien. Generalvertriebsagenten agieren als offizielle Repräsentanten einer Fluggesellschaft in Ländern, in denen diese keine eigene Niederlassung besitzt. Sie organisieren den Ticket- und Frachtverkauf sowie den Kundendienst.

Unter den weiteren betroffenen Unternehmen befinden sich die chinesische Firma Shanghai Wings International Logistics Co., die als Generalvertriebsagent von Mahan Air in China tätig ist, sowie die Shanghai Elite International Travel Co., die ebenfalls als Vertreterin der Airline auftritt. Auch deren Geschäftsführer Tang Xin wurde mit Sanktionen belegt. Darüber hinaus wurde das Startup-Studio DadeNegar ins Visier genommen, das vom US-Finanzministerium als “mit der iranischen IRGC verbundene Scheinfirma” eingestuft wurde.

Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran haben sich durch die jüngsten Auseinandersetzungen weiter verschärft. Auslöser waren militärische Angriffe der USA und Israels auf den Iran, die zu einer nahezu vollständigen Sperrung der Straße von Hormus führten – eine Wasserstraße, durch die zuvor etwa ein Fünftel der weltweiten Energieversorgung transportiert wurde.

Bereits in früheren Sanktionsrunden hatten die USA zahlreiche indische Unternehmen und Privatpersonen auf ihre Liste gesetzt.

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