Diese Woche endet eine Sonderregelung, die US-Sanktionen gegen iranisches Öl vorübergehend aussetzte. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, plant die US-Regierung keine Verlängerung dieser durch globale Energieengpässe bedingten Erleichterung. Die Verschärfung betrifft jedoch nicht nur Tanker auf hoher See, die Öl aus dem Nahen Osten transportieren. Auch im Finanzsektor werden die Daumenschrauben angezogen.
Laut einem Reuters-Bericht hat das US-Finanzministerium mehrere Banken in China, Hongkong, Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten vor Sanktionen gewarnt, sollten sie weiterhin Transaktionen für den Iran abwickeln. Anonyme Quellen teilten der Agentur mit, das Ministerium habe entsprechende Schreiben an diese Länder gesandt und dabei auf jene Finanzinstitute hingewiesen, die mutmaßlich Geldströme im Zusammenhang mit iranischen Aktivitäten ermöglicht hätten – etwa über Scheinfirmen. Die US-Regierung habe die Länder aufgefordert, umgehend Maßnahmen zu ergreifen und solche Finanzoperationen zu unterbinden. Andernfalls könnten zusätzliche Sanktionen folgen, so die Reuters-Quellen.
Einem Bericht des US-Finanzministeriums zufolge soll Teheran allein im Jahr 2024 mindestens neun Milliarden US-Dollar über seine Netzwerke in Hongkong und im Nahen Osten verschoben haben.
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