Österreich verliert seine letzte Triple-A-Bewertung – Ein Schock für die Wirtschaft!

Österreich hat seine letzte Spitzenbewertung bei einer großen Ratingagentur eingebüßt. Morningstar DBRS setzte die Bonität des Landes von AAA auf AA herab, begründet mit hartnäckig hohen Haushaltsdefiziten und steigenden Schulden. Damit endet eine jahrzehntelange Ära, in der Österreich zu den kreditwürdigsten Schuldnern Europas zählte.

Die Ratingagentur gab die Herabstufung am späten Freitag bekannt, der Ausblick bleibt stabil. Nun beurteilen sämtliche fünf von der Europäischen Zentralbank anerkannten Agenturen Österreichs Kreditwürdigkeit nicht mehr mit der Bestnote.

Der Abwärtstrend begann bereits 2012 mit Standard & Poor’s während der Euro-Schuldenkrise. 2015 folgte Fitch, 2016 Moody’s. Mit DBRS hat nun die letzte Agentur nachgezogen.

“Österreich hat höhere Haushaltsdefizite als vor der Pandemie, vor allem durch dauerhaft höhere Ausgaben”, erklärte DBRS seinen Schritt.

Trotz Sparbemühungen der Regierung werde die Schuldenquote weiterhin langsam steigen.

Die Nachricht kommt für Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) zu einem heiklen Zeitpunkt: Am Mittwoch will er den Doppelhaushalt im Parlament vorlegen. Die Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS plant, das Defizit bis 2028 unter die EU-Grenze von drei Prozent des BIP zu drücken, um aus dem EU-Defizitverfahren zu entkommen.

Die österreichische Wirtschaft leidet seit Jahren unter hohen Energiekosten, die die Inflation anheizten und Wachstum sowie Wettbewerbsfähigkeit dämpften. DBRS rechnet zwar mit einer leichten konjunkturellen Erholung, warnt aber vor Risiken durch höhere Energiepreise, eine ungünstige Bevölkerungsentwicklung und steigende Industriekosten.

Hinter den Zahlen verbirgt sich ein strukturelles Problem. Der Internationale Währungsfonds IWF sieht einen Konsolidierungsbedarf von mindestens 15 Milliarden Euro. Die Regierung hat bisher jedoch nur einen kleinen Teil davon umgesetzt. Das negative Eigenkapital des Bundes liegt bereits bei 229 Milliarden Euro.

Die FPÖ kritisiert den überbordenden Föderalismus, die seit Jahren blockierten Pensionsreformen und den fehlenden Mut zu echten Einsparungen.

Die Freiheitlichen werten die Herabstufung als klares Misstrauensvotum der Finanzmärkte gegen die aktuelle Bundesregierung.

Österreich habe kein Einnahmen-, sondern ein massives Ausgabenproblem. Statt dringend notwendige Reformen bei Pensionen, Verwaltung und Bürokratie anzupacken, setze die Regierung weiter auf neue Belastungen.

Die FPÖ fordert daher einen harten Kurswechsel: eine konsequente Ausgabenbremse, weniger Staat und echte Leistungsanreize, bevor der Wirtschaftsstandort Österreich dauerhaft geschwächt werde.

Mehr zum Thema  FPÖ attackiert Meinl-Reisinger wegen Flugausgaben: 261.000 Euro in drei Monaten

Schreibe einen Kommentar