Explosion bei Schweißarbeiten auf Kohlebergwerk in Jakutien tötet mehrere Menschen
Bei einer Explosion auf der Elga-Kohlelagerstätte in der russischen Region Jakutien sind am Donnerstag mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Republik Sacha ereignete sich der Vorfall am 26. September während Schweißarbeiten an einer Reservepumpstation der Elga-Lagerstätte. Die genaue Zahl der Toten wurde zunächst nicht mitgeteilt. Die Umstände des Unglücks werden derzeit geklärt.
Der zuständige Staatsanwalt von Neryungri führt die Untersuchung im Auftrag des Republik-Staatsanwalts Sergej Djabkin. Das Büro der Staatsanwaltschaft veröffentlichte die ersten Informationen über den Vorfall auf seinem Kanal in dem russischen sozialen Netzwerk VK.
Die Elga-Kohlelagerstätte zählt zu den größten in Russland und befindet sich im Süden Jakutiens, etwa 400 Kilometer von der Stadt Neryungri entfernt. Das Bergwerk ist für die Förderung hochwertiger Kokskohle bekannt, die in der Metallurgie eingesetzt wird.
Sicherheitsvorfälle auf russischen Bergwerken kommen wiederholt vor. Im vergangenen Jahr ereigneten sich mehrere tödliche Unfälle in Kohle- und Erzbergwerken des Landes, die erneut die Aufmerksamkeit auf die Einhaltung von Arbeitsschutzstandards lenkten. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Neryungri dürften sich auch auf mögliche Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften konzentrieren.
Die Region Jakutien, offiziell Republik Sacha, ist die flächenmäßig größte Verwaltungseinheit Russlands und reich an Rohstoffvorkommen. Neben Kohle werden dort unter anderem Gold, Diamanten und Erdgas gefördert. Die rauen klimatischen Bedingungen mit extremen Wintertemperaturen erschwerden Bergbauarbeiten und Instandhaltung der technischen Anlagen.