Kalaschnikow-Chef kündigt KI-Integration in Sturmgewehre an
Der russische Waffenkonzern Kalaschnikow will künftig auch seine Sturmgewehre mit künstlicher Intelligenz ausstatten. Der Konzernchef bekräftigte, dass die Technologie bereits in anderen Produkten eingesetzt wird.
Der Vorstandsvorsitzende der Kalaschnikow-Gruppe, Alan Luschnikow, hat angekündigt, dass das Unternehmen künstliche Intelligenz künftig auch in Sturmgewehre integrieren werde. Das teilte der Manager nach Angaben russischer Medien bei einer Veranstaltung im Patriot Park in der Moskauer Region mit.
Luschnikow zufolge nutzt der Konzern KI-Technologie bereits in verschiedenen Bereichen. Sie komme demnach in Steuerungssystemen automatisierter Ausrüstung sowie bei der Datenverarbeitung zum Einsatz. Diese bereits eingeführte Technologie solle nun schrittlich auf weitere Produktkategorien ausgeweitet werden.
Der Konzernchef räumte ein, dass die künstliche Intelligenz bislang noch nicht in Sturmgewehre integriert sei. Allerdings werde dies in absehbarer Zeit geschehen, betonte er. Konkrete Angaben zum Zeitplan oder zu den geplanten Funktionen der KI in Handfeuerwaffen machte Luschnikow nicht.
Die Kalaschnikow-Gruppe ist einer der größten russischen Waffenhersteller und weltweit vor allem durch ihr Sturmgewehr AK-47 bekannt. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren seine Produktpalette diversifiziert und entwickelt neben militärischer Ausrüstung auch zivile Produkte wie Motorräder und Drohnen.
Die Ankündigung fällt in eine Zeit, in der zahlreiche Rüstungskonzerne weltweit verstärkt in die Integration künstlicher Intelligenz in Waffensysteme investieren. Dabei reicht das Spektrum von Zielerfassungssystemen bis hin zu teilautonomen Waffenplattformen, bei denen ethische und völkerrechtliche Fragen kontrovers diskutiert werden.