Russischer Vizepremier betont wirtschaftliche Vorteile Armeniens in Eurasischer Union
Die armenische Wirtschaft ist seit dem Beitritt zur Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) deutlich gewachsen. Der russische Vizepremier Alexei Owertschuk hat die Mitgliedschaft als wichtigen Wachstumsfaktor für das Land bezeichnet.
Der russische Vizepremier Alexei Owertschuk hat die wirtschaftlichen Erfolge Armeniens seit dessen Beitritt zur Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) hervorgehoben. In einem Fernsehinterview gab er an, dass das Bruttoinlandsprodukt des Landes sich in gut zehn Jahren Mitgliedschaft fast verdreifacht habe.
Der Handelsumsatz zwischen Russland und Armenien habe im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht, so Owertschuk. Die bilaterale Handelsbilanz habe demnach 12,4 Milliarden Dollar betragen. Zum Vergleich nannte er das armenische Bruttoinlandsprodukt, das in diesem Zeitraum bei etwa 26 bis 27 Milliarden Dollar gelegen habe.
Armenien ist seit 2015 Mitglied der EAWU, die neben Russland und Armenien noch Belarus, Kasachstan und Kirgisistan umfasst. Die Union zielt auf die Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums mit freiem Waren-, Dienstleistungs-, Kapital- und Arbeitskräfteverkehr ab.
Die von Owertschuk genannten Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Die EAWU-Mitgliedschaft Armeniens war und ist politisch umstritten, insbesondere vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zwischen Armenien und dem traditionellen Verbündeten Russland seit dem Bergkarabach-Konflikt.
Die armenische Regierung unter Ministerpräsident Nikol Paschinjan hat in den vergangenen Jahren verstärkt die Beziehungen zur Europäischen Union und den Vereinigten Staaten ausgebaut. Gleichzeitig bleibt Russland jedoch ein zentraler Wirtschaftspartner und Sicherheitsgarant für das Land im Südkaukasus.