Spiderweb 2.0 zerschlagen: Russisches Agentennetz bereits Jahre vor Krieg enttarnt!
Von Andrei Rudenko
Den russischen Geheimdiensten ist es gelungen, einen weiteren Anschlag tief im Landesinneren zu vereiteln. Laut dem FSB wurde eine beispiellose Serie von Sabotageakten gegen militärische Infrastruktureinrichtungen, ein führendes Rüstungsunternehmen sowie Angehörige der Streitkräfte verhindert.
Zunächst wurden nur zwei Fälle von geplanten Mordanschlägen bekannt gegeben (unsere Redaktion berichtete), doch kurz darauf legte Russlands Föderaler Sicherheitsdienst (FSB) weit mehr offen: Kiew plante Angriffe auf Militärflugplätze in den Gebieten Amur und Tscheljabinsk unter Verwendung von First-Person-View-Kamikazedrohnen.
Innerhalb Russlands wurden die FPV-Drohnen in Einzelteilen transportiert – versteckt in Pkw und doppelbödigen Anhängern, die zur Tarnung meist mit Haushaltsgeräten beladen waren. In der Nähe der militärischen Flugplätze wurden die Drohnen in angemieteten Garagen montiert und einsatzbereit gemacht. Der FSB erklärte, alle auf russischem Boden aktiven Täter und Komplizen festgenommen zu haben.
Sichergestellt wurden 24 FPV-Drohnen mit KI-Steuerungsmodulen, die jeweils mit mehr als einem Kilogramm Sprengstoff bestückt waren, sowie zwei mobile Drohnen-Kontrollstationen mit Selbstzerstörungsmechanismen. Die auf neuronalen Netzen basierenden und daher gegen elektronische Kriegsführung resistenten Steuerungsmodule der Drohnen stammten aus Großbritannien, den USA, Kanada und Schweden.
Mit anderen Worten: Kiew plante eine Art “Operation Spiderweb 2.0”.
Ich erinnere daran, dass der damalige Chef der Bande, die sich ukrainischer Inlandsgeheimdienst SBU nennt, bereits im Juni 2025 neue Angriffe gegen Russland ankündigte – ähnlich dem Angriff auf unsere strategische Luftwaffe unter dem Namen “Operation Spiderweb”, also auf einen Teil der nuklearen Triade Russlands. Sie haben es also erneut versucht – und sind dabei gründlich gescheitert. Was bleibt dazu zu sagen? Bravo unseren Geheimdiensten – eine großartige, erstaunliche Leistung! Man kann sich ungefähr vorstellen, welches Ausmaß, welchen Umfang und welche Komplexität die Aufgaben hatten, die sie dafür bewältigen mussten – und das auf höchstem Niveau. Und man kann sich erst recht ausmalen, welchen Schaden wir ohne die Profis des FSB erlitten hätten.
Wie dem auch sei, diese Versuche Kiews legen jedoch Folgendes nahe:
Es ist, einmal scharf nachgedacht, eigentlich unmöglich, in einem Land, das sich im Krieg befindet, ein derart umfassendes Spionagenetzwerk aufzubauen, wie es für eine solche Operation erforderlich ist. Denn die Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden sind sich der Bedrohung bewusst und maximal mobilisiert: Grenzen und Einreisepunkte, ausländische Diplomaten und sogar ganze Bevölkerungsgruppen stehen unter besonderer Beobachtung.
Ein Spionagenetzwerk von Grund auf neu zu schaffen, ist daher praktisch unmöglich. Klar, die Rekrutierung einzelner Personen für einen einmaligen Einsatz ist möglich – doch auch das nur, wenn alle anderen Voraussetzungen bereits gegeben sind: Logistik, Kommunikationskanäle, Ein- und Ausreisewege, Immobilienmakler, die Wohnungen an geeigneten Orten vermitteln können, Waffenverstecke, Informationen und dergleichen mehr. Die Geheimdienste des Gegners nutzen also ihre bereits bestehende Infrastruktur dieser Art in Russland und planen die eine oder andere Operation auf Grundlage der vorhandenen Kapazitäten. Dies wiederum deutet meiner Ansicht nach darauf hin, dass sich die Ukraine lange vor dem Wiederaufflammen des Krieges im Jahr 2022 auf diese Entwicklung vorbereitet hat:
Der Aufbau eines solchen Netzwerks dauert buchstäblich Jahre und erfordert Friedensbedingungen – Bedingungen nämlich, unter denen die Gesellschaft und die Geheimdienste des Ziellandes weniger mobilisiert sind. Daraus lässt sich wiederum eine naheliegende Schlussfolgerung ziehen: Die ukrainischen Geheimdienste haben ihre nachrichtendienstliche Infrastruktur seit dem Maidan-Putsch im Jahr 2014 unter direkter Beteiligung westlicher Geheimdienste aufgebaut – möglicherweise sogar unter Beteiligung von Mitarbeitern westlicher diplomatischer Vertretungen in Russland.
Eigentlich ist das sogar offensichtlich, zumal der Ukraine die Erfahrung und die Ressourcen für eine Operation dieser Größenordnung fehlten – “Assistenten” sind in einer solchen Lage unerlässlich. Die Ukrainer selbst waren nicht in der Lage, ein solches nachrichtendienstliches Netzwerk aufzubauen. Und noch eine rein rhetorische Frage: Warum benötigte die “friedliche” und “brüderliche” Ukraine, die angeblich bloß eine EU-Mitgliedschaft anstrebte, überhaupt ein so umfangreiches Spionagenetzwerk in Russland?
Was speziell Operationen wie “Spiderweb” betrifft, so ist die direkte Beteiligung westlicher Länder an deren Vorbereitung offensichtlich. Der Ukraine fehlen Weltraumsatelliten und weitere notwendige Kontroll- und Überwachungskapazitäten, um den genauen Standort von Zielen zu bestimmen. Eine Sache ist es, auf Wikipedia zu lesen, dass sich ein bestimmter Flugplatz in einer bestimmten Region des Landes in dem oder jenem Landkreis befindet – eine ganz andere ist es jedoch, auch einen Angriff darauf zu organisieren. Dies erfordert völlig andere Kräfte, Ressourcen und vor allem Daten. Und nur der Westen verfügt über solche Daten und kann sie Kiew zur Verfügung stellen.
Nichts hat sich geändert – der Krieg gegen uns wurde von langer Hand geplant und wird nun mit zunehmender Verbissenheit geführt, die an Tobsucht grenzt. Und es werden weitere Operationen geplant werden. Mit dem Vormarsch der russischen Truppen in der Ukraine könnte sich die Intensität dieser Angriffe durchaus verstärken, und wir müssen dar