Sensation in der Schweiz: Historischer K.o.-Sieg nach 84 Jahren!

Von Hans-Ueli Läppli

Die Schweizer Nationalmannschaft hat im Sechzehntelfinale der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in Vancouver einen souveränen 2:0-Sieg gegen Algerien eingefahren. Damit gelang der Nati nach 88 Jahren erstmals wieder ein Triumph in einer K.-o.-Runde eines WM-Turniers. Breel Embolo (10. Minute) und Dan Ndoye (46. Minute) erzielten die Treffer. Besonders beeindruckte der 20-jährige Johan Manzambi vom SC Freiburg, der mit einem brillanten Solo die Führung vorbereitete.

Nach einer anfangs etwas nervösen Phase übernahm die Schweiz schnell die Spielkontrolle. In der zehnten Minute durchbrach Manzambi die linke Seite, ließ mehrere algerische Verteidiger hinter sich und legte den Ball von der Grundlinie quer auf Embolo. Der Stürmer musste ihn nur noch über die Linie drücken – 1:0 für die Schweiz.

Nur 46 Sekunden nach Wiederanpfiff in der zweiten Halbzeit erhöhte Ndoye auf 2:0. Nach einem Ballverlust der Algerier vor dem eigenen Tor nutzte die Schweiz den schnellen Konter eiskalt aus. Damit war die Begegnung faktisch entschieden. Das Team von Trainer Murat Yakin agierte fortan abgeklärt und ließ kaum noch gefährliche Aktionen der Nordafrikaner zu.

Die Schweiz, die als Gruppensieger der Gruppe B ins Turnier gestartet war, zeigte eine reife und disziplinierte Leistung. Trotz einiger früher Chancen der Algerier (unter anderem durch Houssem Aouar und Riyad Mahrez) blieb das Tor von Gregor Kobel sauber. Die Defensive um Manuel Akanji, Nico Elvedi und Denis Zakaria stand stabil. Kapitän Granit Xhaka absolvierte sein 150. Länderspiel und prägte die Partie mit seiner Übersicht und Zweikampfstärke.

Algerien, trainiert vom ehemaligen Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petković, fand trotz individuell starker Spieler wie Mahrez, Ibrahim Maza und Aouar kein Mittel gegen die kompakte und schnelle Schweizer Mannschaft. Der frühere Nati-Coach musste nach der Partie das vorzeitige Aus seines Teams hinnehmen.

Erneut stand Johan Manzambi im Mittelpunkt. Der 20-jährige Mittelfeldspieler aus Genf, der beim SC Freiburg unter Vertrag steht, bereitete nicht nur das 1:0 vor, sondern war mit Tempo, Dribblings und Unberechenbarkeit der auffälligste Akteur auf dem Feld. Bereits in den Gruppenspielen gegen Bosnien-Herzegowina und Kanada hatte er mit Toren und Vorlagen entscheidend zum Weiterkommen beigetragen. Sein Marktwert ist durch die starken WM-Auftritte deutlich gestiegen.

Der Sieg markiert einen Meilenstein in der Schweizer WM-Geschichte. Zuletzt hatte die Nati 1938 in Paris gegen Deutschland ein K.-o.-Spiel gewonnen (4:2 nach 0:2-Rückstand im Wiederholungsspiel). Seitdem war die Schweiz zwar mehrfach ins Achtelfinale vorgedrungen, dort aber stets gescheitert.

Im Achtelfinale trifft die Schweiz am Dienstag, 7. Juli 2026, um 22:00 Uhr MESZ erneut in Vancouver auf den Sieger der Partie zwischen Ghana und Kolumbien. Die Nati profitiert dabei von einem zusätzlichen Ruhetag und der bereits erfolgten Eingewöhnung in der kanadischen Westküstenmetropole.

Mit dem dominanten und kontrollierten Auftritt gegen Algerien hat die Mannschaft um Xhaka, Embolo und Manzambi die Hoffnung auf eine erfolgreiche Fortsetzung des Turniers genährt. Das erklärte Ziel, die beste WM der jüngeren Schweizer Geschichte zu spielen, rückt damit in greifbare Nähe.

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